Frankfurt am Main - Der FPSB Deutschland begrüßt die von Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigten grundlegenden Reformen der Sozialsysteme. Finanzielle Eigenverantwortung ist das Fundament für Deutschlands Zukunft. Zugleich müsse jedoch die private Finanzplanung stärker gefördert und in den politischen Fokus gerückt werden. Der Verband formuliert vier konkrete Forderungen an die Politik.
"Wir werden 2026 grundlegende Reformen beschließen müssen, damit unsere Sozialsysteme auf Dauer finanzierbar bleiben." Das sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Neujahrsansprache und bekommt dafür vom Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) uneingeschränkte Zustimmung. "Bundeskanzler Merz hat zu Recht darauf hingewiesen, dass unser Sozialstaat vor grundlegenden Herausforderungen steht", sagt Rolf Tilmes, Vorsitzender des FPSB Deutschland."Die demografische Entwicklung und die Finanzierbarkeit unserer Sozialsysteme machen es unumgänglich, dass Verbraucher ihre Altersvorsorge eigenverantwortlich aufbauen", führt Tilmes weiter aus. Dafür brauche es jedoch, so mahnt der FPSB-Vorsitzende an, die richtigen Rahmenbedingungen und professionelle Unterstützung. Die angekündigten Reformen seien eine Chance, das Thema private Finanzplanung endlich mit der notwendigen Priorität zu behandeln. "Finanzplanung ist Lebensplanung", betont Tilmes. "Wer heute nicht vorsorgt, wird morgen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen stehen."Die konkreten Forderungen des FPSB DeutschlandVor dem Hintergrund der angekündigten Reformen formuliert der FPSB Deutschland folgende zentrale Anliegen an die Politik:1. Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge ausbauenDie bestehenden steuerlichen Anreize für die private und betriebliche Altersvorsorge müssen deutlich ausgeweitet werden. Insbesondere junge Menschen und Familien mit mittleren Einkommen brauchen attraktive Fördermodelle, um frühzeitig mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. Ein steuerlich gefördertes Altersvorsorgekonto in Schicht 3 wäre der erste große Schritt. Die Anlageform sollte dabei frei gewählt werden können.2. Finanzielle Bildung als Pflichtfach etablieren"Wenn wir von den Bürgerinnen und Bürgern mehr Eigenverantwortung erwarten, müssen wir ihnen dafür auch das notwendige Rüstzeug mitgeben", fordert Prof. Tilmes. Der FPSB Deutschland setzt sich deshalb dafür ein, finanzielle Bildung in den Schulen zu etablieren und lebenslanges Lernen in Finanzfragen zu fördern.3. Qualitätsstandards in der Finanzberatung sicherstellenIn Zeiten zunehmender Komplexität und Unsicherheit brauchen Verbraucher Zugang zu qualifizierter, ganzheitlicher Finanzberatung. "Der FPSB Deutschland fordert die Politik auf, Qualitätsstandards wie die Zertifizierung zum CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®–Professionals stärker zu fördern und bekannt zu machen", sagt FPSB-Vorstandsmitglied Marcel Reyers.4. Bürokratieabbau auch in der privaten VorsorgeDie Bundesregierung hat Bürokratieabbau zu einem Schwerpunkt erklärt. Dies muss auch für die private Altersvorsorge gelten. Anlageprodukte müssen einfacher, transparenter und verständlicher werden. Das digitale Rentenkonto sollte dabei zum Dreh- und Angelpunkt der zentralen Finanzdaten für Verbraucher werden.Aufbruch 2026 – auch in der Finanzplanung"Wenn 2026 tatsächlich ein Moment des Aufbruchs werden soll, wie der Bundeskanzler es formuliert hat, dann muss die private Finanzplanung ein zentraler Baustein dieser Erneuerung sein. Jetzt ist die Politik gefordert, die richtigen Weichen zu stellen", resümiert Prof. Tilmes. Der FPSB Deutschland steht bereit, einen wichtigen Beitrag zu leisten – mit Expertise, Standards und dem Engagement der Professionals. "Wir haben es selbst in der Hand" – auch bei der Finanzplanung", sagt der Experte.Mit über 1.600 zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professionals in Deutschland verfügt Deutschland über eine wachsende Zahl hochqualifizierter Finanzplaner, die die Bürgerinnen und Bürger bei ihrer privaten Finanzplanung professionell unterstützen können. "Ganzheitliche Finanzplanung berücksichtigt alle Lebensbereiche – von der Altersvorsorge über Immobilienfinanzierung bis hin zur Nachfolgeplanung", erklärt Tilmes "Genau diese umfassende Betrachtung brauchen die Menschen in unsicheren Zeiten."Über den FPSB Deutschland e.V. Das Financial Planning Standards Board Ltd. - FPSB ist ein globales Netzwerk mit derzeit 28 Mitgliedsländern und über 230.000 Zertifikatsträgern. Dessen Ziel ist es, den weltweiten Berufsstandard für Financial Planning zu verbreiten und das öffentliche Vertrauen in Financial Planner zu fördern. Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) mit Sitz in Frankfurt/Main gehört seit 1997 als Vollmitglied dieser Organisation an.Zentrale Aufgabe des FPSB Deutschland ist die Zertifizierung von Finanz- und Nachfolgeplanern nach international einheitlich definierten Regeln. Wichtige Gütesiegel sind der CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professional, der CERTIFIED FOUNDATION AND ESTATE PLANNER, der EFPA European Financial Advisor® EFA und der CGA® CERTIFIED GENERATIONS ADVISOR. Der FPSB Deutschland hat ferner den Anspruch, Standards zur Methodik der ganzheitlichen Finanzberatung zu setzen. Dafür arbeitet der FPSB Deutschland eng mit Regulierungs- und Aufsichtsbehörden, Wissenschaft und Forschung, Verbraucherschützern sowie Presse und interessierter Öffentlichkeit zusammen.Ein weiteres Anliegen des FPSB Deutschland ist die Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung. Zu diesem Zweck hat der Verband den Verbraucher-Blog https://www.frueher-planen.de ( https://www.frueher-planen.de )lanciert. Er informiert neutral, anbieterunabhängig und werbefrei über alle relevanten finanziellen Themen und beinhaltet drei Online-Rechner zur Berechnung der Altersrente und der Basisrente sowie zur Optimierung der Fondsanlage.Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.fpsb.de ( https://www.fpsb.de )Folgen Sie uns auch auf LinkedIn unter: https://de.linkedin.com/company/fpsbdeutschland ( https://de.linkedin.com/company/fpsbdeutschland )(Ende)Aussender: FPSB Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. Ansprechpartner: Iris Albrecht Tel.: +49 681 41 09 806 10 E-Mail: presse@fpsb.de Website: www.fpsb.de