20.03.2026 - 08:06 Uhr

Erzeugerpreise für Dienstleistungen im Jahr 2025 gestiegen

Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 gestiegen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise für Dienstleistungen im 4. Quartal 2025 gegenüber dem 4. Quartal 2024 um 2,1 Prozent. Gegenüber dem 3. Quartal 2025 erhöhten sich die Preise um 0,3 Prozent.Im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei stiegen die Preise im Jahr 2025 mit +1,5 Prozent insgesamt nur moderat im Vergleich zum Vorjahr (2024 zu 2023: +3,8 Prozent), allerdings mit deutlichen Unterschieden in den einzelnen Bereichen. Mit +4,9 Prozent gegenüber 2024 fiel der Anstieg bei den Sonstigen Post-, Kurier- und Expressdiensten besonders stark aus. Mit +2,3 Prozent gegenüber 2024 stiegen auch die Preise im Straßengüterverkehr relativ stark. Auslöser für die Preissteigerungen dürften unter anderem höhere CO2-Abgaben und Lohnsteigerungen zu Jahresbeginn gewesen sein. Gegenüber den Vorjahren schwächte sich der Preisanstieg jedoch deutlich ab (2024 zu 2023: +6,0 Prozent).Mit -10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gab es in der Güterbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt hingegen einen starken Preisrückgang. Insbesondere im 4. Quartal 2025 sanken die Preise im Vergleich zum Vorjahresquartal mit -14,3 Prozent kräftig. Eine geringe Nachfrage bedingt durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung in Verbindung mit Überkapazitäten an Schiffen und Containern auf See führten zu geringeren Frachtraten. In direkter Folge sanken auch bei den Seespeditionen die Preise um 12,8 Prozent gegenüber 2024, wodurch es bei den Speditionsleistungen insgesamt einen Preisrückgang um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gab. Mit -3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal war diese Entwicklung im 4. Quartal 2025 besonders stark.Im Wirtschaftsabschnitt Information und Kommunikation gab es im Jahr 2025 mit +1,6 Prozent einen leichten Preisanstieg gegenüber 2024. Am stärksten stiegen die Preise in den Bereichen Software und Softwarelizenzen mit +2,3 Prozent sowie für IT-Beratung und Support mit +1,8 Prozent. Preissteigerungen für IT-Dienstleistungen zu Jahresbeginn als Reaktion auf gestiegene Allgemeinkosten sowie höhere Löhne und Gehälter dürften diese Preisanstiege mitverursacht haben. Die Preise für leitungsgebundene Telekommunikation lagen um 1,4 Prozent über denen des Vorjahres, für drahtlose Telekommunikation gab es hingegen mit -0,6 Prozent einen leichten Preisrückgang.Im Wirtschaftsabschnitt Grundstücks- und Wohnungswesen stiegen die Preise 2025 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei stiegen die Mieten für Wohn- und Gewerbeimmobilien um 1,9 Prozent. Stärker war mit +2,8 Prozent der Anstieg der Preise für die Vermittlung und Verwaltung von Immobilien. Als Gründe wurden von den Unternehmen beispielsweise die allgemein gestiegenen Kosten, aber auch vertraglich vereinbarte Erhöhungen unter anderem durch Kopplung der Vergütung an die Entwicklung spezieller Preisindizes angegeben.Im Wirtschaftsabschnitt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen stiegen die Preise im Jahr 2025 um 2,5 Prozent gegenüber 2024. Damit war der Anstieg etwas schwächer als in den Vorjahren (2024 zu 2023: +2,7 Prozent; 2023 zu 2022: +4,1 Prozent). Den stärksten Anstieg gab es für Dienstleistungen des Rechnungswesens (+5,0 Prozent) und bei Rechtsberatungsleistungen (+4,1 Prozent). Eine Ursache dafür waren Mitte des Jahres in Kraft getretene neue Vergütungsordnungen mit höheren Gebühren für Rechts- und Steuerberatungsberufe. Als weitere Ursachen wurden von den Unternehmen zudem allgemeine Preiserhöhungen zu Jahresbeginn als Reaktion auf gestiegene Allgemeinkosten und Löhne genannt. Mit +3,6 Prozent zum Vorjahr stiegen die Preise für technische, physikalische und chemische Untersuchungsleistungen ebenfalls vergleichsweise stark. Dafür waren unter anderem Preiserhöhungen für technische Überwachungsleistungen an Straßenfahrzeugen zu Jahresbeginn verantwortlich.Mit +3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gab es unter den Wirtschaftsabschnitten im Dienstleistungsbereich für Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen im Jahr 2025 den stärksten Preisanstieg. Die Preise für Reinigungsleistungen stiegen dabei mit +4,9 Prozent besonders stark. Hintergrund dürften die Tariferhöhungen zu Jahresbeginn gewesen sein. Gegenüber dem Vorquartal blieben die Preise hingegen stabil. Überdurchschnittlich stiegen mit +3,5 Prozent auch die Preise für die befristete Überlassung von Arbeitskräften. Als Ursachen hierfür wurden von den Unternehmen gestiegene Betriebskosten sowie die teilweise schwierige Bewerberlage bei Fachkräften genannt.