Frankfurt am Main - Das Frühjahr ist immer ein guter Zeitpunkt für den Kehraus – Das gilt auch für das eigene Depot – Denn aufgrund von Marktbewegungen verändert sich die Zusammensetzung des Portfolios laufend – Was Anleger beachten sollten
In den vergangenen Jahren ging es an den Aktienmärkten – zugegebenermaßen mit einigen Rücksetzern – fast nur nach oben. Doch nicht für alle Aktien gleichermaßen. Während beispielsweise Rüstungsaktien, Techwerte sowie KI-Titel größtenteils kräftig zulegten, lief es für viele andere Einzeltitel, etwa aus den Branchen Biotech, Industrie und vor allem Automobile deutlich weniger gut. Und selbst mit großen Unternehmensnamen waren Anleger vor zum Teil heftigen Kursverlusten nicht gefeit.Was also tun? "Wenn es keine begründete Aussicht auf eine Kursverbesserung gibt, sollten sich Anleger von den Verlustbringern im Depot trennen", empfiehlt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Das Frühjahr ist seiner Empfehlung nach generell ein guter Anlass, sein Depot mal wieder genauer unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls auszumisten – quasi ein Frühjahrsputz für die eigenen Finanzen.Kursrutsch schwer aufzuholen"So wie zuhause die Wohnung oder das Haus sollte man deshalb auch regelmäßig sein Depot aufräumen – und sich gegebenenfalls von Wertpapieren trennen", sagt Prof. Tilmes. Denn Anleger sollten sich vor Augen halten, dass größere Kursrückgänge oft nur schwer aufzuholen sind. Eine Aktie, die beispielsweise 50 Prozent ihres Wertes verloren hat, muss um satte 100 Prozent steigen, um nur den Einstandspreis wieder zu erreichen.Wichtig ist es jedoch vor allem, regelmäßig für Balance im Depot zu sorgen. Und das betrifft ausdrücklich nicht nur die Verlustbringer, sondern auch die Gewinner. "Anlagen, die besonders gut gelaufen sind, sollte man in bestimmten Abständen wieder reduzieren", rät Prof. Tilmes. Im Fachjargon nennt man das "Rebalancing". Ohne diese regelmäßige Anpassung läuft man Gefahr, plötzlich im Depot eine ganz andere Gewichtung zu haben als die, die ursprünglich geplant war und zu den eigenen Anlagezielen und zur eigenen Risikoneigung passt."Ein weiterer Anlegerfehler ist es, nur nach dem kurzfristigen Gewinn zu trachten", sagt der FPSB-Vorstand. Viele private Investoren würden häufig im Nachhinein die gut gelaufenen Produkte kaufen. Tilmes warnt vor solch einem Trendhopping, also Trends hinterherzulaufen. "Man sollte sich auf keinen Fall nur von der bisherigen Performance leiten lassen." Dennoch sollten natürlich die aktuellen Marktentwicklungen nicht außer Acht gelassen werden.Ausbalancierte Mischung von VermögenswertenUnd das bedeutet derzeit, dass einer breit gestreuten und flexibel anpassbaren Anlagestrategie eine noch höhere Bedeutung zukommt als bislang. "Die beste Form des Risikomanagements ist eine ausbalancierte Mischung von Vermögenswerten, die in verschiedenen Börsen- und Konjunkturphasen nicht miteinander korrelieren", erläutert Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch Academic Director Finance, Wealth Management & Sustainability Management an der EBS Executive School in Oestrich-Winkel ist.Er hat beobachtet, dass sich bei vielen privaten Investoren die Portfolios im Laufe der Jahre zu einem wahren Sammelsurium aus Gelegenheitskäufen entwickelt haben, die längst nicht mehr dem Risikoprofil und den Anlagezielen entsprechen. Auch deshalb kann es bei dem Frühjahrscheck Sinn machen kann, zu überprüfen, ob die ursprünglich gewählte Vermögensstrukturierung grundsätzlich noch passt. So können sich im Leben des Anlegers neue Situationen ergeben, die eine höhere Risikoaversion oder andersherum eine größere Risikofreude ermöglichen.Unterstützung durch einen ProfessionalGerade in diesem derzeit sehr komplexen und herausfordernden Marktumfeld ist dabei eine qualifizierte Finanzberatung extrem wichtig. Wie sieht es mit Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft aus, mit der Depotstruktur und den anfallenden Gebühren? Hier kann und sollte ein Finanzplaner helfen. Denn die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Risiken und zur Rendite bilden schließlich die Grundlage für eine erfolgreiche Geldanlage. Die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER-Professionals können Sparern und Anlegern beim großen Reinemachen dabei helfen, das Depot zu optimieren und die Vermögensstruktur an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.Über den FPSB Deutschland e.V. Das Financial Planning Standards Board Ltd. - FPSB ist ein globales Netzwerk mit derzeit 29 Mitgliedsländern und über 236.000 CFP®-Professionals. Dessen Ziel ist es, den weltweiten Berufsstandard für Financial Planning zu verbreiten und das öffentliche Vertrauen in Financial Planner zu fördern. Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) mit Sitz in Frankfurt/Main gehört seit 1997 als Vollmitglied dieser Organisation an.Zentrale Aufgabe des FPSB Deutschland ist die Zertifizierung von Finanz- und Nachfolgeplanern nach international einheitlich definierten Regeln. Wichtige Gütesiegel sind der CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professional, der CERTIFIED FOUNDATION AND ESTATE PLANNER, der EFPA European Financial Advisor® EFA und der CGA® CERTIFIED GENERATIONS ADVISOR. Der FPSB Deutschland hat ferner den Anspruch, Standards zur Methodik der ganzheitlichen Finanzberatung zu setzen. Dafür arbeitet der FPSB Deutschland eng mit Regulierungs- und Aufsichtsbehörden, Wissenschaft und Forschung, Verbraucherschützern sowie Presse und interessierter Öffentlichkeit zusammen.Ein weiteres Anliegen des FPSB Deutschland ist die Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung. Zu diesem Zweck hat der Verband den Verbraucher-Blog https://www.frueher-planen.de ( https://www.frueher-planen.de )lanciert. Er informiert neutral, anbieterunabhängig und werbefrei über alle relevanten finanziellen Themen und beinhaltet drei Online-Rechner zur Berechnung der Altersrente und der Basisrente sowie zur Optimierung der Fondsanlage.Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.fpsb.de ( https://www.fpsb.de )Folgen Sie uns auch auf LinkedIn unter: https://de.linkedin.com/company/fpsbdeutschland ( https://de.linkedin.com/company/fpsbdeutschland )(Ende)Aussender: FPSB Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. 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