22.10.2026 - 11:03 Uhr

Ladesäulen an Autobahnen: Ausschreibung startet 2027

Bund und Autobahn GmbH wollen zusätzliche Flächen an unbewirtschafteten Rastanlagen für private Schnellladeanbieter öffnen. Die Ausschreibung soll im Frühjahr 2027 starten und das Deutschlandnetz ergänzen.

Mehr Schnelllader an unbewirtschafteten RastanlagenDas Bundesverkehrsministerium und die Autobahn GmbH des Bundes geben Flächen für zusätzliche Lademöglichkeiten für Elektroautos an Autobahnen frei. Private Investoren sollen dort Schnellladesäulen errichten können, die das Laden direkt an Fernverkehrsrouten erleichtern.Vergabe soll private Investoren anziehenDas Ministerium teilte am Donnerstag mit, dass die neuen Standorte an unbewirtschafteten Rastanlagen entstehen sollen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) erklärte, die Freigabe weiterer Flächen schaffe zusätzliche schnelle Lademöglichkeiten an der Autobahn und spare Autofahrern Zeit und Umwege.Das Vergabeverfahren für Investoren soll nach Ministeriumsangaben "so einfach wie möglich gestaltet" werden. Zugleich sollen "angemessene Qualität und transparente Preise" sichergestellt werden.Leo NotdurfterTrading-CoachCharts lesen wie ein Trader: live zur US-EröffnungIm Trading Kickstart der trading-house Börsenakademie (seit 1998) zeigen erfahrene Trader live, wie sie Chartmuster, Einstieg und Absicherung einordnen - Deine Fragen inklusive. Kein Vorwissen nötig.Nächster Termin: Mittwoch, 15:15 bis 16:00 Uhr | live | 1x anmelden, jede Woche dabeiKostenlosen Platz sichernAnzeige | trading-house BörsenakademieErgänzung zum DeutschlandnetzDie zusätzlichen Standorte sollen die Schnellladeinfrastruktur ergänzen, die im Rahmen des Deutschlandnetzes an 200 unbewirtschafteten Rastanlagen aufgebaut wird. Nach Angaben des Ministeriums wird bereits heute mehr als jeder vierte neu zugelassene Pkw rein elektrisch angetrieben; zugleich wird ein weiterer Anstieg erwartet.Ausschreibung für Frühjahr 2027 geplantDie Autobahn GmbH plant, im Frühjahr 2027 mit der Ausschreibung zu beginnen. Darüber hinaus fördert das Ministerium den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw mit verschiedenen Maßnahmen. Der Ausbau zusätzlicher Schnellladepunkte an Autobahnen soll eine Lücke zwischen dem wachsenden Bestand an Elektrofahrzeugen und der bislang verfügbaren Ladeinfrastruktur schließen. Besonders relevant sind dabei unbewirtschaftete Rastanlagen, weil sie entlang wichtiger Fernverkehrsrouten liegen, bislang aber nicht überall über ein vergleichbares Angebot wie bewirtschaftete Raststätten verfügen.Das Deutschlandnetz bildet den zentralen staatlichen Rahmen für eine flächendeckendere Schnellladeversorgung. Die nun angekündigte Öffnung weiterer Flächen setzt stärker auf private Investitionen und ergänzt damit die bereits geplanten Standorte. Für Autofahrer kann das mehr Auswahl beim Laden und weniger Umwege bedeuten; zugleich hängt die praktische Wirkung davon ab, wie schnell Genehmigungen, Netzanschlüsse und Bauarbeiten umgesetzt werden.Ausbau braucht NetzanschlüsseDie geplante Ausschreibung im Frühjahr 2027 markiert zunächst den Start des Vergabeverfahrens, nicht die sofortige Inbetriebnahme neuer Säulen. Entscheidend werden deshalb transparente Standortbedingungen, ausreichende elektrische Kapazitäten und einheitliche Anforderungen an Verfügbarkeit, Leistung und Preisgestaltung sein. Das gilt auch für den wachsenden Güterverkehr: Für Elektro-Lkw sind leistungsfähige Ladepunkte, größere Flächen und längere Planungszeiten erforderlich.Für Reisende entsteht der Nutzen vor allem dann, wenn neue Stationen zuverlässig funktionieren und entlang der Autobahnen in ausreichender Dichte verteilt sind. Private Betreiber erhalten durch die Flächenfreigabe zusätzliche Standorte, während der Bund über Vergaberegeln und Förderprogramme Einfluss auf Qualität und Zugänglichkeit behält.