Salzburg - Rezertifizierung bestätigt hohe Standards in der Versorgung Schwer- und Schwerstverletzter – rund 350 Schockraumeinsätze und 5.000 Operationen pro Jahr.
Das AUVA Unfallkrankenhaus Salzburg ist erneut als überregionales Traumazentrum im TraumaNetzwerk Salzburg zertifiziert worden. Damit bestätigt eine externe Überprüfung, dass das UKH Salzburg die hohen medizinischen, personellen und organisatorischen Anforderungen an die Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten erfüllt. Die Rezertifizierung gilt für das UKH Salzburg bis 2029. Zertifiziert wurde das Haus von CERT iQ GmbH nach den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Auch das TraumaNetzwerk Salzburg wurde erneut überprüft und rezertifiziert.Das UKH Salzburg übernimmt als spezialisierte Unfallklinik eine zentrale Rolle in der Versorgung von Unfallverletzten. Rund 35.000 Menschen werden jährlich ambulant und 5.000 stationär behandelt. Etwa 5.000 Operationen werden pro Jahr durchgeführt. Hinzu kommen rund 350 Schockraumeinsätze, 250 Hubschrauberlandungen und 5.000 Rettungstransporte.Klare Abläufe, wenn jede Minute zähltGerade bei schweren Mehrfachverletzungen entscheidet das Zusammenspiel vieler Faktoren über die Qualität der Versorgung. Ärztliches und pflegerisches Personal, Schockraum, Radiologie, Operationsbereich und Intensivmedizin müssen ohne Zeitverlust zusammenarbeiten. Dafür braucht es eingespielte Teams und klar definierte Abläufe. Die Zahlen belegen es: Das Schockraumteam kann innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit sein . Nach durchschnittlich 14 Minuten sind Patienten so weit stabilisiert, dass eine Ganzkörper-CT möglich ist. Der Vergleichswert liegt bei 27 Minuten im Mittelwert anderer am Traumaregister teilnehmender Kliniken."Bei der Versorgung Schwerverletzter zählt jede Minute. Entscheidend sind nicht nur medizinische Expertise und technische Ausstattung. Es braucht ein Team, das genau weiß, was zu tun ist und in dem die einzelnen Bereiche optimal zusammenspielen. Die Rezertifizierung bestätigt, dass wir dafür am UKH Salzburg sehr gute Voraussetzungen haben", erklärt Prim. Dr. Wolfgang Voelckel, ärztlicher Leiter des UKH Salzburg .Nicht nur der Schockraum wird überprüftDie Anforderungen an ein Überregionales Traumazentrum gehen über die unmittelbare Behandlung im Schockraum hinaus. Die Zertifizierung berücksichtigt zahlreiche medizinische, personelle und organisatorische Kriterien. Besonders wichtig sind drei Bereiche: Erstens müssen die notwendigen Fachbereiche und qualifizierten Mitarbeiter:innen rund um die Uhr verfügbar sein. Zweitens müssen Schockraum, Diagnostik, Operation und Intensivmedizin rasch und nach klaren Abläufen zusammenspielen. Drittens müssen die Klinik und ihre Partner die Behandlung dokumentieren, regelmäßig auswerten und die Zusammenarbeit im Netzwerk sicherstellen.Auch die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken ist Teil der Überprüfung. Im TraumaNetzwerk Salzburg arbeiten Krankenhäuser unterschiedlicher Versorgungsstufen zusammen. So lässt sich rasch entscheiden, wo ein schwerverletzter Mensch die passende Behandlung erhält und ob eine Verlegung notwendig ist. Entscheidend ist eine Versorgungskette, in der die Übergaben funktionieren und Zuständigkeiten klar sind.Spezialisierung und regelmäßiges TrainingDas UKH Salzburg behandelt schwere und komplexe Unfallverletzungen. Zum Leistungsspektrum gehört auch die Replantationschirurgie rund um die Uhr . Die regelmäßigen Schockraumeinsätze geben den Teams Routine für Situationen, in denen viele Entscheidungen in kurzer Zeit getroffen werden müssen. Diese Routine wird laufend trainiert. Erst im November 2025 erprobte das UKH Salzburg bei einer Großschadensübung die Versorgung mehrerer gleichzeitig eintreffender Schwerverletzter parallel zum normalen Krankenhausbetrieb. Dabei wurden unter anderem Alarmierung, Triage, Kommunikation und die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen überprüft und anschließend analysiert."Eine Zertifizierung ist für uns keine Momentaufnahme. Die entscheidende Frage ist, wie wir unsere Abläufe laufend überprüfen und verbessern können. Genau deshalb sind regelmäßiges Training, die Auswertung unserer Behandlungsdaten und der Austausch im TraumaNetzwerk so wichtig", sagt P rim. Priv.-Doz. Dr. Thomas Hausner, Leiter der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie.Mit der Rezertifizierung bleibt das UKH Salzburg ein Überregionales TraumaZentrum und ein wichtiger Teil des TraumaNetzwerks Salzburg. Für Patient:innen in Salzburg und der Region bedeutet das: Sie können im Ernstfall auf eine spezialisierte Klinik, eingespielte Teams und abgestimmte Versorgungswege zählen.Fakten auf einen Blick* rund 35.000 ambulante Behandlungen pro Jahr * rund 5.000 stationäre Patient:innen pro Jahr * rund 5.000 Operationen pro Jahr * rund 350 Schockraumeinsätze pro Jahr * rund 250 Hubschrauberlandungen pro Jahr * rund 5.000 Rettungstransporte pro Jahr * Schockraumteam innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit * Rezertifizierung des UKH Salzburg als Überregionales TraumaZentrum gültig bis 30. Juni 2029 * Rezertifizierung des TraumaNetzwerks Salzburg gültig bis 2. Oktober 2029(Ende)Aussender: AUVA – Allgemeine Unfallversicherungsanstalt // Stabstelle Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit Ansprechpartner: Christoph Luke Tel.: +43 676 83 39 54 082 E-Mail: kommunikation@auva.at Website: www.auva.at