Die Wall Street beendet den Donnerstag überwiegend schwächer, besonders Technologiewerte geraten unter Druck. Gleichzeitig verteuert sich Brent-Öl auf 115,80 US-Dollar je Fass.
US-Börsen schließen schwächer, Brent steigtDie US-Börsen haben am Donnerstag nachgelassen, während der Ölpreis gestiegen ist. Der Dow wurde zum Handelsende in New York mit 52.343 Punkten berechnet und lag damit 0,3 Prozent unter dem Schlussstand des vorherigen Handelstags.Technologiewerte geben deutlich nachDer breiter gefasste S&P 500 stand wenige Minuten zuvor bei rund 7.720 Punkten und verlor ebenfalls 0,3 Prozent. Die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 29.403 Punkten, ein Minus von 1,4 Prozent.Euro legt leicht zuDie europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagabend etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1169 US-Dollar, während ein Dollar für 0,8953 Euro zu haben war.Goldpreis gibt nachDer Goldpreis notierte schwächer. Für eine Feinunze wurden am Abend 4.026 US-Dollar gezahlt, 0,6 Prozent weniger als am vorherigen Handelstag; das entsprach 115,90 Euro pro Gramm.Brent-Öl verteuert sichDer Ölpreis stieg unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 21 Uhr deutscher Zeit 115,80 US-Dollar und damit 49 Cent oder 0,4 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Die Kursbewegungen spiegeln einen Handelstag wider, an dem Anleger mehrere Märkte gleichzeitig neu bewerteten. Der Rückgang des Dow und des S&P 500 fiel mit jeweils 0,3 Prozent moderat aus, während der Nasdaq 100 deutlich stärker nachgab. Das weist auf besonderen Verkaufsdruck bei Technologiewerten hin.Für die internationale Konjunktur bleibt der Ölpreis ein zentraler Einflussfaktor. Brent lag am Abend bei 115,80 US-Dollar je Fass und damit deutlich über dem Niveau von rund 72 Dollar, das vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar genannt worden war. Höhere Energiepreise können Transport, Produktion und private Haushalte belasten und zugleich den Inflationsdruck erhöhen.Auswirkungen auf Geldpolitik und AnlegerDie Kombination aus schwächeren Aktienkursen und teurerem Öl verschärft den Zielkonflikt für Notenbanken: Eine robuste Nachfrage nach Energie kann auf anhaltenden Preisdruck hindeuten, während fallende Aktienkurse die Finanzierungsbedingungen eintrüben. Für Anleger bleiben deshalb insbesondere die Entwicklung der Energiepreise, die Reaktion der Anleihemärkte und die Ergebnisse großer Technologiekonzerne entscheidend.