24.10.2026 - 00:00 Uhr

Berlin: Dobrindt warnt vor Sicherheitsrisiko durch Rot-Grün-Rot

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt warnt vor erheblichen Folgen für die innere Sicherheit, falls SPD, Grüne und Linke in Berlin eine Landesregierung bilden. Er verlangt einen härteren Kurs bei Polizei, Verfassungsschutz und Videoüberwachung.

Dobrindt warnt vor Sicherheitsrisiko in BerlinBundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnt vor massiven Sicherheitsrisiken in Berlin, sollte eine rot-grün-rote Landesregierung ihre Arbeit aufnehmen. Er fordert mehr Polizeikräfte, eine Stärkung des Verfassungsschutzes und den Ausbau der Videoüberwachung.Kritik an möglicher Landesregierung„Die ultra-links Koalition in Berlin kann zu einem echten Sicherheitsrisiko werden. Berlin darf nicht zum Rückzugs- und Aktionsraum für Clankriminelle, Extremisten und Antisemiten werden“, sagte Dobrindt der „Bild-Zeitung“.Nach Ansicht des Bundesinnenministers braucht es deshalb ein „entschlossenes und hartes Vorgehen“. Von einer rot-grün-roten Regierung sei allerdings das Gegenteil zu erwarten.Vorwurf der „Clan-Pflege“„Das erweckt mehr den Eindruck von Clan-Pflege statt Kriminalitätsbekämpfung“, sagte Dobrindt. Seine Äußerungen richten sich gegen die mögliche Zusammenarbeit von SPD, Grünen und Linken auf Landesebene. Die Warnung fällt in eine Phase, in der SPD, Grüne und Linke in Berlin über eine gemeinsame Landesregierung beraten. Ein gemeinsames Sondierungspapier bildet die Grundlage für mögliche Koalitionsverhandlungen; zugleich gibt es Streit über den künftigen Umgang mit der Bundeswehr an Schulen.Mit seiner Kritik verbindet Dobrindt mehrere innenpolitische Themen: organisierte Kriminalität, Extremismus, Antisemitismus und die Ausstattung der Sicherheitsbehörden. Seine Forderungen nach mehr Polizeikräften, einem gestärkten Verfassungsschutz und zusätzlicher Videoüberwachung zielen auf einen sicherheitspolitischen Kurs, den er bei einer rot-grün-roten Regierung gefährdet sieht.Streit über Sicherheits- und InnenpolitikDie Auseinandersetzung dürfte damit über die konkrete Regierungsbildung hinausreichen. Für Berlin stehen Fragen der Polizeipräsenz, der Videoüberwachung und des Verfassungsschutzes neben sozial- und innenpolitischen Vorhaben auf der Agenda. Der Vorwurf der „Clan-Pflege“ verschärft die politische Konfrontation, weil er der möglichen Koalition nicht nur falsche Prioritäten, sondern eine Gefährdung der Kriminalitätsbekämpfung zuschreibt.Die weitere Bedeutung hängt davon ab, ob SPD, Grüne und Linke ihre Gespräche erfolgreich fortsetzen und welche sicherheitspolitischen Vereinbarungen sie treffen. Für die Berlinerinnen und Berliner wären insbesondere Prioritäten bei Polizei, Extremismusbekämpfung und dem Schutz jüdischen Lebens konkrete Folgen einer solchen Einigung. Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenFrankfurter Rundschau: „Dobrindt warnt vor Berliner Links-Bündnis: ‚Echtes Sicherheitsrisiko‘“ (23.10.2026)Der Beitrag bestätigt Dobrindts Warnung und hebt seine Formulierung zur „Clan-Pflege“ hervor. Im Mittelpunkt stehen die möglichen politischen Folgen des Berliner Bündnisses.taz: „Nach linkem Wahlsieg in Berlin: Schwarz-blaue Panik“ (23.10.2026)Der Artikel ordnet Dobrindts Aussagen kritisch in die Debatte über eine mögliche linke Regierungsbeteiligung ein. Anders als der Beitrag der Frankfurter Rundschau liegt der Schwerpunkt auf der politischen Zuspitzung und der Reaktion des konservativen Lagers.Beide Beiträge greifen Dobrindts Sicherheitswarnung auf, setzen jedoch unterschiedliche Akzente: Der eine konzentriert sich auf die Aussage und das Bündnis, der andere auf die politische Kontroverse.