Vor- und Nachbörse wirken auf den ersten Blick wie verlängerte Handelszeiten. Für Einsteiger ändern sich jedoch Liquidität, Spread und Orderausführung deutlich. Ein Erklärstück zeigt, worauf es bei Limits und Teilausführungen ankommt.
Der Bildschirm zeigt bereits einen Kurs, obwohl die vertraute Börsenglocke noch nicht geläutet hat oder der Haupthandel längst beendet ist. Genau in solchen Situationen entstehen für Einsteiger Fragen zu Vorbörse, Nachbörse und dem richtigen Ordertyp. Ein Webinar macht sichtbar, wie Handelsphasen, Liquidität und Spreads die Ausführung beeinflussen. Wer diese Mechanik versteht, kann Kursanzeigen besser einordnen und Aufträge bewusster vorbereiten.Drei Phasen eines HandelstagesDie reguläre Handelszeit ist der Abschnitt, in dem der jeweilige Börsenplatz offiziell geöffnet ist und typischerweise die meisten Käufer und Verkäufer zusammentreffen. Davor liegt die Vorbörse, danach die Nachbörse; beide werden auch als Handel außerhalb der regulären Zeiten oder als verlängerte Handelszeiten bezeichnet. Die genauen Zeitfenster hängen vom Markt, vom Wertpapier und vom jeweiligen Zugang ab.Die Vorbörse kann neue Informationen aus der Nacht oder aus frühen Wirtschafts- und Unternehmensmeldungen aufnehmen. In der Nachbörse werden Nachrichten verarbeitet, die nach dem Ende des Haupthandels erscheinen. Ein dort gebildeter Kurs ist jedoch keine sichere Vorhersage für die nächste reguläre Eröffnung, weil sich die Zusammensetzung der Marktteilnehmer und die Zahl der verfügbaren Orders ändern kann.Liquidität zeigt sich im OrderbuchLiquidität beschreibt vereinfacht, wie viele Kauf- und Verkaufsaufträge zu verschiedenen Preisen vorhanden sind. Im Haupthandel ist das Orderbuch häufig dichter. Außerhalb dieser Phase können weniger Marktteilnehmer aktiv sein, sodass einzelne Aufträge den angezeigten Preis stärker bewegen. Eine Order kann deshalb vollständig, nur teilweise oder gar nicht ausgeführt werden.Der Spread ist der Abstand zwischen dem höchsten angebotenen Kaufpreis und dem niedrigsten angebotenen Verkaufspreis. Beispiel: Steht im Orderbuch ein Kaufangebot von 99 Euro und ein Verkaufsangebot von 101 Euro, beträgt der Spread 2 Euro. Ein sofortiger Kauf und Verkauf würde diese Differenz zunächst überwinden müssen, ohne dass sich der zugrunde liegende Markt weiter bewegt.Was Orders außerhalb bewirkenEine Market-Order zielt auf eine möglichst schnelle Ausführung zum nächsten verfügbaren Preis, legt diesen Preis aber nicht fest. Bei dünnem Orderbuch kann der nächste passende Preis deutlich vom zuletzt angezeigten Kurs abweichen. Eine Limit-Order bestimmt dagegen beim Kauf den höchsten akzeptierten Preis oder beim Verkauf den niedrigsten akzeptierten Preis.Das Limit schützt vor einer Ausführung jenseits der eigenen Preisgrenze, garantiert aber keine Ausführung. Beispiel: Ein Kauflimit von 100 Euro wird nur zu 100 Euro oder günstiger ausgeführt. Gibt es dort nur eine kleine Gegenorder, kann ein Teil ausgeführt werden, während der Rest offen bleibt oder verfällt. Ob Market-Orders, Stop-Orders oder andere Bedingungen in Vor- und Nachbörse zugelassen sind, hängt vom Handelsplatz und vom Zugang ab und sollte vor dem Auftrag geprüft werden.CFDs, Futures, Forex und Kryptowerte sind risikoreiche Handelsinstrumente, weshalb Risikobegrenzung und das Üben im Demokonto wichtige Lerninhalte bleiben.Ein Plan für die PraxisVor einer Order gehört zunächst die Handelsphase in den Plan: Findet die Ausführung vor dem Start, im Haupthandel oder danach statt? Danach folgen die Fragen nach Liquidität, Spread und zulässigem Ordertyp. Ein Einsteiger kann zusätzlich festhalten, ob der Auftrag nur für diese Phase gelten oder bis zu einer späteren regulären Sitzung bestehen soll.Für das eigene Journal reichen zunächst vier Beobachtungen: angezeigter Geldkurs, angezeigter Briefkurs, gewählter Ordertyp und tatsächliche Ausführung. Nach einer Teilausführung wird notiert, welcher Teilpreis und welche Restmenge entstanden sind. So wird aus einer abstrakten Erklärung eine überprüfbare Routine. Ein Demokonto oder eine Watchlist kann dabei helfen, ohne sofort eine reale Order auszulösen.Handelszeiten im Webinar prüfenIn den kostenfreien Webinaren der trading-house Börsenakademie lässt sich an Live-Beispielen nachvollziehen, wie Vorbörse, Haupthandel und Nachbörse im Chart und im Orderbuch wirken. Die interaktiven Live-Webinare behandeln wechselnde Themen aus Börse und Trading, ermöglichen Fragen im Chat und bieten Aufzeichnungen zum Nacharbeiten. Die Anmeldung erfolgt je Webinar über die Webinar-Übersicht; die Webinare sind seit mehr als 20 Jahren kostenfrei.Für Einsteiger ist besonders nützlich, die eigene Orderidee in ihre Bedingungen zu zerlegen: gewünschter Preis, erlaubte Handelsphase, mögliche Teilausführung und Punkt, an dem die Idee nicht mehr gilt. Fragen zur Liquidität, zu Spreads, zu Handelsstrategien oder zur Risikoanalyse können dabei direkt am Beispiel geklärt werden.Bewusst handeln beginnt mit der UhrBörsenzeiten sind mehr als eine Anzeige am Rand des Charts. Wer Vorbörse und Nachbörse von der regulären Sitzung unterscheidet, erkennt besser, warum ein Kurs nicht automatisch handelbar ist und weshalb ein Limit zwar Kontrolle, aber keine Ausführung verspricht. Das Lernen im Webinar eignet sich für Einsteiger, die Abläufe sehen und hinterfragen möchten; die Übertragung in einen eigenen Plan, ein Journal und eine sorgfältige Prüfung bleibt jedoch unverzichtbar.Börsenzeiten und Ordermechanik in der Webinar-Übersicht nachvollziehenHinweis: Die Webinare sind ein kostenfreies Angebot der trading-house Börsenakademie der trading-house.net AG. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.