28.10.2026 - 15:46 Uhr

Elterngeld: Union hält 14 Monate und plant höhere Beträge

Die Union begrüßt die geplante Reform des Elterngeldes mit höheren Ersatzleistungen und angehobenen Grenzen. Familienpolitikerin Anne König sieht darin zugleich eine Verbesserung für selbstständige Frauen und den Erhalt der bisherigen Bezugsdauer.

Union begrüßt geplante ElterngeldreformDie geplante Erhöhung des Elterngeldes ist nach Ansicht der Union ein wichtiges Signal an junge Familien. Die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Anne König (CDU), sieht darin eine stärkere finanzielle Absicherung von Eltern in den ersten Monaten nach der Geburt.Höhere Leistungen für junge ElternKönig sagte der „Rheinischen Post“, das neue Modell sehe eine höhere Lohnersatzrate sowie höhere Mindest- und Höchstbeträge vor. Damit solle das Elterngeld die Einkommensausfälle junger Eltern besser abfedern.Zugleich werde die Attraktivität der Leistung für Frauen in der Selbstständigkeit gestärkt, erklärte die CDU-Politikerin. Für diese Gruppe sind schwankende Einkommen und besondere Anforderungen bei der Organisation der Elternzeit von besonderer Bedeutung.Union hält an 14 Monaten festNach Angaben Königs setzte sich die Union in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dafür ein, die 14 Elterngeldmonate beizubehalten. Eine Kürzung der Bezugsmonate sei abgewendet worden.König bezeichnete den Erhalt der 14 Monate als ein „wichtiges Signal“. Die geplante Reform soll damit sowohl die Höhe der Unterstützung verändern als auch die bisherige maximale Bezugsdauer sichern. Die geplante Reform verbindet zwei Veränderungen: Familien sollen künftig höhere Mindest- und Höchstbeträge erhalten, zugleich soll die Einkommensersatzleistung in bestimmten Bezugsmonaten stärker am vorherigen Verdienst ausgerichtet werden. Nach den veröffentlichten Reformplänen bleibt der maximale Anspruch bei 14 Monaten.Neue Aufteilung der BezugsmonateVorgesehen ist ein 4-6-4-Modell. Je vier Monate sollen Mutter und Vater fest zugeordnet werden, sechs weitere Monate können die Eltern flexibel verteilen. In den reservierten Monaten soll die Ersatzrate 80 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens betragen, in den flexiblen Monaten 50 Prozent.Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von einer pauschalen Bezugsdauer hin zu einer stärker aufgeteilten Nutzung durch beide Elternteile. Besonders Väter sollen dadurch mehr Anreize erhalten, Betreuungszeit zu übernehmen. Alleinerziehende sollen weiterhin bis zu 14 Monate beanspruchen können.Finanzielle BedeutungDer Mindestbetrag soll von 300 auf 330 Euro monatlich steigen, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Für Familien mit niedrigen Einkommen erhöht sich damit die Grundabsicherung, während die Anhebung des Höchstbetrags vor allem Eltern mit höheren anrechenbaren Einkommen zugutekommt.Für Selbstständige ist die Berechnung des Elterngeldes besonders relevant, weil Einkommen und Erwerbsverläufe häufig stärker schwanken als bei abhängig Beschäftigten. Die Reform soll nach Darstellung der Union deshalb auch die Attraktivität der Leistung für Frauen in der Selbstständigkeit verbessern. Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenBR24: „Bundesfamilienministerium plant Erhöhung des Elterngelds“ (28.10.2026)Der Beitrag bestätigt die geplante Anhebung des Mindestbetrags auf 330 Euro und des Höchstbetrags auf 1.900 Euro. Als Schwerpunkt nennt er das 4-6-4-Modell und die stärkere Beteiligung berufstätiger Väter.tagesschau: „Weiterhin 14 Monate - Rolle rückwärts beim Elterngeld“ (28.10.2026)Der Bericht hebt ebenfalls hervor, dass die Bezugsdauer bei bis zu 14 Monaten bleibt. Anders als die kurze Meldung zur politischen Bewertung stellt er die geplante Aufteilung der Monate sowie die unterschiedlichen Ersatzraten von 80 und 50 Prozent heraus.Übereinstimmend steht die finanzielle Aufstockung neben dem Festhalten an 14 Bezugsmonaten. Der zentrale Unterschied liegt in der Gewichtung: Während die politische Bewertung die Absicherung junger Familien und Selbstständiger betont, konzentrieren sich die Hintergrundberichte auf die konkrete Verteilung der Monate und die Anreize für Väter.