Miningscout / DE0000000022
Die Kupfernachfrage der Zukunft kann nur durch neue Lagerstätten in Porphyr- und Skarnsystemen gedeckt werden. Algo Grande untersucht ein solches System in Mexiko – und untermauert das Potenzial von Adelita nun zusätzlich mit hochgradigen Oberflächenproben aus mehreren Zielgebieten. Der Kupferexplorer Algo Grande Copper (ISIN: CA0156071049, WKN: A41UK1) untersucht auf dem Adelita-Projekt im mexikanischen Sonora ein bislang wenig erforschtes Porphyr-Kupfersystem. Zwei Zielgebiete stehen im Fokus: Eines unterhalb des Cerro Grande Skarns und das Mezquital genannte Gebiet. Die Geologen des Explorers vermuten aufgrund von Oberflächenarbeiten und Flachbohrungen, dass die beiden Zielgebiete flachliegende Porphyrsysteme mit großem Tiefenpotenzial beherbergen könnten. „Historische Kartierungen, Probenahmen und geophysikalische Untersuchungen definieren eine Mineralisierung vom Porphyrtyp und einen klassischen Aufladbarkeitsring – unterstützt durch Bohrungen in Cerro Grande, bei denen Porphyrgänge, Alterationen vom Porphyrtyp und erhöhte Molybdänwerte durchteuft wurden“, heißt es in einem Bericht der Geologen. Algo Grande Copper mit richtungsweisenden Resultaten bei Adelita Anfang Februar wurden die Ergebnisse einer für das Projekt möglicherweise richtungsweisenden Bohrung veröffentlicht. Bohrloch AG_GC_002 durchteufte zwei bereits bekannte, oberflächennahe Skarnhorizonte und identifizierte drei neue, gut mineralisierte Skarnhorizonte in der Tiefe mit einer Gesamtmächtigkeit von 41,59 Metern skarngebundener Mineralisierung. „Diese Ergebnisse erweitern die bekannte vertikale Ausdehnung des mineralisierten Systems erheblich und bestätigen das Vorhandensein einer vertikal gestapelten Skarnarchitektur mit signifikantem Tiefenpotenzial“, erläuterte das Unternehmen. Ein weiterer, wichtiger Befund: AG_GC_002 durchteufte mehrere andesitische Porphyrgänge und wies Anzeichen propylitischer und kaliumreicher Alteration auf. Ein Paket intrusiver Gesteine ??zwischen 328,57 und 339,10 Metern zeigte eine Anreicherung an Molybdän mit Werten von bis zu 2820 ppm. „Diese Ergebnisse sprechen für ein Porphyr-System und stützen die Annahme, dass die Skarnmineralisierung von Cerro Grande genetisch mit einer tiefer liegenden intrusiven Quelle verbunden sein könnte“, erläutern die Geologen. Im Klartext: Bei dem Projekt Adelita deutet sich das Potenzial für ein größeres Porphyr-Skarn-System an. Diese Einschätzung wird durch eine jüngste Prospektionskampagne zusätzlich gestützt. Dabei bestätigte Algo Grande Kupfer-, Gold- und Silbermineralisierungen an mehreren Stellen des Projekts, entdeckte südlich von Cerro Grande eine neue Skarnzone und identifizierte in mehreren Zielgebieten hochgradige Proben. Für Investoren ist das relevant, weil Funde dieses Typs weit über das Einzelprojekt hinaus Beachtung finden: Metallmarktanalysten weltweit werten Berichte zu tatsächlichen und potenziellen Lagerstätten dieser Art aus, um das künftige Kupferangebot auf dem Weltmarkt abschätzen zu können. Klar ist: Ohne einen Zuwachs an ergiebigen Porphyr-Skarn-Kupfersystemen wird das Metall in wenigen Jahren schmerzhaft knapp. Die Welt braucht Kupfer – es liegt in Porphyr- und Skarn-Systemen Die langfristige Entwicklung auf dem globalen Kupfermarkt lässt sich anhand weniger Daten veranschaulichen. Bis 2040, so schätzt S&P Global, wird die weltweite Kupfernachfrage von zuletzt 28 Mio. Tonnen (2025) auf 42 Mio. Tonnen ansteigen. BHP rechnet bis 2050 sogar mit einem Zuwachs von 70 % auf über 50 Mio. Tonnen. Gleichzeitig wird die weltweite Minenproduktion S & P Global zufolge um das Jahr 2030 bei ca. 33 Mio. Tonnen ihr Maximum erreichen und danach stagnieren oder sinken, wenn nicht massive Investitionen getätigt werden. Daran ändert auch die prognostizierte Verdopplung des Sekundärangebots aus Recycling nichts. Konkret rechnen Analysten mit einem notwendigen Investitionsvolumen von 250 Mrd. USD bis 2030. Und selbst das reicht nicht notwendigerweise, um die Lücke zu schließen: Es dauert heute im Durchschnitt 17 Jahre, um ein Kupferprojekt von der Entdeckung bis zur Produktion zu entwickeln. Zur Jahrtausendwende reichten noch zehn Jahre aus. Obendrein ist die Zahl der entdeckten Kupferlagerstätten seit Jahrzehnten rückläufig. Wer Analysten, Bergbau-CEOs oder Geologen nach Wegen aus der Kupferknappheit fragt, erhält regelmäßig drei Antworten: Recycling, Haufenlaugung und Exploration. Letztere konzentriert sich stark auf zwei geologische Systeme: Porphyr und Skarn. Die systematische Untersuchung solcher Systeme könnte in den kommenden Jahren maßgeblich darüber bestimmen, ob es in Zukunft genügend Kupfer gibt – und ob dieses bezahlbar ist. Reko Diq und Resolution Copper: Porphyr- und Skarnsysteme beherbergen XXL-Kupferlagerstätten Porphyr-Kupferlagerstätten (porphyry copper deposits, PCDs) sind laut US Geological Survey das unangefochtene Schwergewicht im globalen Kupferbergbau und laut einem Bericht von 2010 die weltweit größte Quelle (ca. 60 %) und Ressource (ca. 65 %) von Kupfer sowie eine bedeutende Quelle für Molybdän, Gold und Silber. „Trotz relativ niedriger Kupfergehalte (durchschnittlich 0,44 % Kupfer im Jahr 2008) haben PCDs aufgrund ihrer Größe (üblicherweise Hunderte Millionen bis Milliarden Tonnen), ihrer langen Minenlaufzeiten (Jahrzehnte) und ihrer hohen Produktionsraten (Milliarden Kilogramm Kupfer pro Jahr) erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen“, heißt es in einem bis heute aktuellen Bericht des geologischen Dienstes. Die Bedeutung von Porphyr-Lagerstätten wird auch in Zukunft nicht abnehmen, wie ein Blick auf große, noch nicht oder nicht vollständig produzierende Lagerstätten zeigt. Resolution Copper in Arizona etwa enthält in einer Tiefe von 1.500 bis 2.130 Metern unter der Oberfläche dank eines hohen Kupfergehalts von 1,5 % bis zu 40 Mrd. Pfund Kupfer, die, sofern das Projekt genehmigt wird, über einen Zeitraum von 40 Jahren abgebaut werden sollen. Reko Diq – zur Hälfte im Besitz von Barrick Mining – in der pakistanischen Provinz Belutschistan enthält 5,9 Mrd. Tonnen Gestein mit 0,41 % Kupfer (und zusätzlich mehr als 40 Mio. Unzen Gold). Porphyr-Systeme gehen auf Subduktionszonen zurück, an denen eine ozeanische Platte unter eine kontinentale Platte abtaucht, wie z. B. bei den Anden der Fall. Durch das Abtauchen gelangt Wasser in den Erdmantel. Dieses Wasser senkt den Schmelzpunkt des Gesteins, wodurch Magma entsteht. Dieses Magma steigt nach oben und sammelt sich in großen Kammern in der Erdkruste in ca. 5–15 km Tiefe. Während das Magma langsam abkühlt, kristallisieren erste Minerale (wie Feldspat oder Quarz) aus. Wenn das Magma dann plötzlich in flachere Krustenschichten (1–4 km) aufsteigt, kühlt der Rest der Schmelze sehr schnell ab. Das Ergebnis ist das porphyrische Gefüge: Große Kristalle befinden sich in einer feinkörnigen Grundmasse. Durch einen allmählichen Druckanstieg kommt es irgendwann zum Hydrofracturing, das Millionen von Rissen im Gestein erzeugt. Heiße, metallhaltige Flüssigkeiten drängen in diese Risse hinein, kühlen ab und reagieren mit ihrer Umgebung. So entstehen die charakteristischen Stockwerk-Adern. Skarn-Systeme sind „reiche Nachbarn“ der Porphyre Skarn-Systeme gelten als "reiche Nachbarn" der Porphyre. Sie entstehen durch die chemische Reaktion von Magmen mit Karbonatgesteinen. Ihr Anteil an der globalen Kupferproduktion liegt bei etwa 3 %, könnte aber in Zukunft auf 3–4 % steigen. Skarn-Systeme sind typischerweise kleiner, aber oft deutlich hochgradiger (1 % bis 5 % Cu) als Porphyr-Systeme und enthalten oft Gold oder Silber als wertvolle Nebenprodukte. Der Anteil von sedimentären und VMS-Systemen dürfte dagegen in Zukunft abnehmen. Enrico Gay, CEO von Algo Grande Copper, sieht die Fortsetzung der Tief- und Erweiterungsbohrungen durch die jüngsten Ergebnisse „nachdrücklich“ unterstützt. Die Identifizierung von drei neuen Skarnhorizonten in der Tiefe und zusätzliche hochgradige Oberflächenproben entlang des rund 6 Kilometer langen Cerro-Grande-Trends sprechen aus Sicht des Managements für ein größeres und robusteres mineralisiertes System als bisher angenommen. So sehen es auch die Investoren des Unternehmens: Ende Februar wurde eine gut 6,5 Mio. CAD schwere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit den Mitteln soll ein Folgebohrprogramm finanziert werden, das primär auf Erweiterungsbohrungen in Cerro Grande sowie erste systematische Tests weiterer Zielgebiete wie Las Trancas, Potrero South und entlang eines aussichtsreichen Kalksteinkorridors abzielt. Sollten sich das geologische Modell und die neuen Oberflächenbefunde im Rahmen weiterer Bohrungen bestätigen, könnte das an der Börse mit knapp 20 Mio. EUR bewertete Unternehmen dadurch einen zusätzlichen Schub erfahren. Weitere Informationen zu Algo Grande Copper finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:https://www.miningscout.de/minenaktien/algo-grande-copper/ Unternehmen: Algo Grande CopperTSXV: ALGRISIN: CA0156071049WKN: A41UK1Webseite: https://algo-grande.com/ Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte Die hier angebotene Berichterstattung stellt keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar und ist weder explizit noch implizit als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. 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