Geld, Brief, letzter Kurs, Tageshoch und Tagestief beschreiben unterschiedliche Seiten eines Marktpreises. Ein Lernstück für Anfänger zeigt die Begriffe und wie eine persönliche 1:1-Einweisung typische Missverständnisse klärt.
Fünf Kursfelder können in einer Handelsplattform gleichzeitig stehen und dennoch fünf verschiedene Informationen liefern. Wer vor der ersten Order Geldkurs, Briefkurs, letzten Kurs, Tageshoch und Tagestief auseinanderhält, liest die Ordermaske deutlich sicherer. Dieses Lernstück erklärt die Begriffe ohne Fachsprache und zeigt an einem Beispiel, weshalb ein Kauf nicht zum selben Kurs erfolgt wie ein Verkauf. Entscheidend ist dabei nicht nur die Zahl, sondern auch ihre Funktion.Geld und Brief zeigen zwei SeitenDer Geldkurs, auch Bid genannt, ist der höchste Preis, den Käufer in diesem Moment für ein Instrument bieten. Zu diesem Kurs kann ein Verkauf ausgeführt werden, sofern die notwendige Menge vorhanden ist. Der Briefkurs, auch Ask genannt, ist der niedrigste Preis, zu dem Verkäufer anbieten. Zu diesem Kurs kann ein Kauf ausgeführt werden.Zwischen beiden Werten liegt meist ein Abstand, der Spread oder Geld-Brief-Spanne heißt. Kauf und Verkauf haben unterschiedliche Kurse, weil auf dem Markt Käufer und Verkäufer jeweils eigene Preise stellen. Der Briefkurs liegt dabei typischerweise über dem Geldkurs. Wer beide Zahlen verwechselt, kann in der Ordermaske die Richtung oder den erwarteten Ausführungspreis falsch einschätzen.Der letzte Kurs ist nicht jeder KursDer letzte Kurs bezeichnet den Preis des jüngsten ausgeführten Geschäfts. Er ist damit ein Rückblick auf einen Abschluss und nicht automatisch der Preis, zu dem die nächste Order ausgeführt wird. Ein Chart kann diesen Wert anzeigen, während eine Kauforder am Briefkurs und eine Verkaufsorder am Geldkurs ansetzt. Je nach Instrument und Darstellung können Charts außerdem auf Geldkursen oder auf tatsächlich ausgeführten Kursen beruhen.Tageshoch und Tagestief markieren die bisher höchsten und niedrigsten Werte innerhalb des ausgewählten Handelstages oder der angezeigten Sitzung. Sie beschreiben eine Spanne, aber keine Zusage für den nächsten Preis. Vor einer Order sollte deshalb geprüft werden, welcher Zeitraum gilt, ob die Anzeige verzögert ist und ob Hoch und Tief auf Geld-, Brief- oder letzten Kursen beruhen. Bei CFDs, Futures, Forex und Kryptowerten gehören die möglichen Verluste ebenso zur Einordnung wie Risikobegrenzung und das Üben im Demokonto.Beispiel für die fünf KursfelderBeispiel: Angenommen, eine Kurszeile zeigt einen Geldkurs von 99,90 Euro, einen Briefkurs von 100,10 Euro und einen letzten Kurs von 100,00 Euro. Tageshoch und Tagestief stehen bei 101,00 beziehungsweise 98,50 Euro. Der mögliche Verkauf orientiert sich damit am Geldkurs, der mögliche Kauf am Briefkurs, während 100,00 Euro den jüngsten Abschluss bezeichnet. Der Spread beträgt 100,10 Euro minus 99,90 Euro, also 0,20 Euro je Einheit.Das Beispiel ist keine Handelsempfehlung, sondern eine Leseregel für die Oberfläche. Der letzte Kurs muss nicht genau zwischen Geld und Brief liegen, weil sich die Werte laufend verändern können. Ein häufiger Bedienfehler besteht darin, den letzten Kurs als verbindlichen Kaufpreis zu behandeln. Weitere Fehler entstehen durch eine vertauschte Orderrichtung, eine falsche Stückzahl oder ein übersehenes Tageshoch beziehungsweise Tagestief.Kursfelder gemeinsam einrichtenDie kostenlose Plattformeinweisung der trading-house.net AG greift dieses Problem im Block Grundfunktionen und Navigation auf. Im persönlichen 1:1-Coaching zur Handelssoftware der eigenen Wahl können Kunden der trading-house.net AG gemeinsam mit den Experten prüfen, wo Geld, Brief, letzter Kurs, Hoch und Tief angezeigt werden, welche Kursbasis ein Chart verwendet und wie die Ordermaske die Werte übernimmt. Auch Installation und Einrichtung sowie Ordertypen und Handelsstrategien in der Software gehören zum vorgesehenen Rahmen.Die Einführung dauert etwa eine Stunde und wird individuell auf Wissensstand, Software und Fragen abgestimmt. Sie findet wahlweise vor Ort im Schulungsraum der trading-house.net AG in Berlin, Lietzenburger Straße 107, 10707 Berlin, oder als 1:1-Webinar per Videochat statt. Die fünf Inhaltsblöcke umfassen Installation und Einrichtung, Grundfunktionen und Navigation, Ordertypen und Handelsstrategien in der Software, praxisnahe Anwendung an konkreten Beispielen sowie Fragen und individuelle Anpassungen. Eine Anfrage ist über das Formular auf der Seite der persönlichen Plattformeinweisung oder telefonisch unter +49 30 5900 9110 möglich; der Termin wird kurzfristig individuell vereinbart.Leseregeln brauchen eigenes ÜbenFür absolute Anfänger ist die Unterscheidung der fünf Kursfelder eine wichtige Voraussetzung, bevor die erste Ordermaske geöffnet wird. Eine persönliche Einweisung ist besonders sinnvoll, wenn Begriffe direkt an der eigenen Handelssoftware geklärt und Anzeige, Chart und Ordermaske aufeinander bezogen werden sollen. Sie ersetzt jedoch weder das eigene Üben im Demokonto noch eine persönliche Risikoprüfung und keine Handelsentscheidung. Erst durch wiederholtes Lesen der Werte wird aus einer Erklärung eine sichere Bedienroutine.Kostenlose 1:1-Plattformeinweisung für Kursfelder anfragenHinweis: Die Plattformeinweisung ist ein kostenloser Service der trading-house.net AG für ihre Kunden. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.