Generalleutnant Christian Freuding übernimmt im Februar 2027 die Führung der Bundeswehr. Er folgt auf Carsten Breuer, der zum Chairman des NATO-Militärausschusses gewählt wurde.
Christian Freuding übernimmt 2027 die BundeswehrführungGeneralleutnant Christian Freuding wird im Februar 2027 neuer Generalinspekteur der Bundeswehr. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium am Donnerstag mit; Freuding löst General Carsten Breuer ab, der im September zum Chairman des NATO-Militärausschusses gewählt wurde.Pistorius hebt Ukraine-Erfahrung hervorVerteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärte, die Bundeswehr benötige eine starke und kluge Führungspersönlichkeit. Freuding bringe alle Voraussetzungen mit, um die Bundeswehr in ein „neues Zeitalter“ zu führen.Als Leiter des Ukraine-Sonderstabs habe Freuding die technischen Entwicklungen im Ukraine-Konflikt analysiert und daraus Maßnahmen für die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr abgeleitet.Vom Heeresaufklärer zum GeneralinspekteurFreuding ist gelernter Heeresaufklärer und studierter Politikwissenschaftler. Er diente in verschiedenen Führungspositionen und Einsätzen, unter anderem in Bosnien und Herzegowina sowie Afghanistan.Seit 2022 leitete Freuding den Sonderstab Ukraine. Von 2023 bis 2025 war er Leiter des Planungs- und Führungsstabes im Verteidigungsministerium.Führung des Heeres seit Oktober 2025Im Oktober 2025 wurde Freuding durch Pistorius mit der Führung des Heeres beauftragt. Im Februar 2027 soll er nun als Generalinspekteur die militärische Gesamtverantwortung innerhalb der Bundeswehr übernehmen.
Mit der Personalentscheidung verbindet das Verteidigungsministerium einen Wechsel an der Spitze der Bundeswehr im Februar 2027. Christian Freuding übernimmt das Amt in einer Phase, in der Deutschland seine militärischen Fähigkeiten, die Einsatzbereitschaft und die Anpassung an neue Technologien weiterentwickelt.Freudings bisherige Aufgaben prägen sein künftiges Profil. Als Leiter des Ukraine-Sonderstabs befasste er sich mit den technischen Entwicklungen des Krieges und leitete daraus Maßnahmen für die Bundeswehr ab. Diese Erfahrung betrifft insbesondere die schnelle Auswertung von Gefechtsdaten, den Einsatz unbemannter Systeme und die Bedeutung vernetzter Fähigkeiten.Erfahrung aus Heer und MinisteriumDer designierte Generalinspekteur kennt sowohl die operative Führung des Heeres als auch zentrale Planungsaufgaben im Ministerium. Einsätze in Bosnien und Herzegowina sowie Afghanistan ergänzen diese Erfahrung um internationale und praktische Perspektiven.Für die Bundeswehr wird entscheidend sein, wie Freuding die Modernisierung, die personelle Einsatzbereitschaft und die Anforderungen aus Bündnisverpflichtungen zusammenführt. Mit dem Wechsel zu Carsten Breuer an die Spitze des NATO-Militärausschusses verschiebt sich zugleich die deutsche militärische Repräsentation innerhalb des Bündnisses.