05.11.2026 - 12:29 Uhr

Dax steigt auf 26.655 Punkte und erreicht neues Allzeithoch

Der deutsche Leitindex steigt am Donnerstagmittag um 0,8 Prozent und erreicht eine neue Bestmarke. Während mehrere Standardwerte zulegen, stürzt Rheinmetall nach einer gesenkten Prognose für 2026 zeitweise deutlich ab.

Dax erreicht am Donnerstag neues RekordhochDer Dax hat am Donnerstag nach einem freundlichen Handelsstart bis zum Mittag weiter zugelegt und ein neues Allzeithoch erreicht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.655 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau des Vortags.US-Wahl beeinflusst AnlegerstimmungDas bisherige Allzeithoch lag bei 26.618 Punkten. Marktbeobachter sehen einen Grund für die Rekordjagd in den Ergebnissen der Kongresswahlen in den USA.Nach der Wahlschlappe der Republikaner setzen Anleger offenbar darauf, dass die Demokraten mit ihrer Mehrheit in beiden Kammern die Politik von US-Präsident Donald Trump beeinflussen können.Zalando führt die Kursliste anAn der Spitze der Kursliste lagen am Mittag Zalando, Heidelberg Materials und die Deutsche Bank. Am Ende rangierten Rheinmetall, die Deutsche Telekom und Siemens Healthineers.Rheinmetall senkt Prognose für 2026Besonders stark verlor Rheinmetall: Die Aktie brach zwischenzeitlich um rund 17 Prozent ein. Der Rüstungskonzern hatte zuvor seine Prognose für 2026 gesenkt. Der neue Höchststand des Dax fällt in eine Phase, in der Anleger politische und wirtschaftliche Signale eng miteinander verknüpfen. Die Mehrheitsverhältnisse nach den US-Kongresswahlen werden am Markt als möglicher Faktor für die künftige Handlungsfähigkeit der Regierung in Washington bewertet. Entscheidend ist dabei weniger das Wahlergebnis allein als die Frage, wie stark der US-Kongress die wirtschafts- und außenpolitischen Vorhaben des Präsidenten begrenzen kann.Der Indexstand von rund 26.655 Punkten zeigt zugleich, dass die Kursbewegung nicht den gesamten deutschen Aktienmarkt gleichermaßen erfasst. Während Zalando, Heidelberg Materials und die Deutsche Bank an der Dax-Spitze lagen, geriet Rheinmetall nach der gesenkten Prognose für 2026 massiv unter Druck. Das verdeutlicht die hohe Bedeutung einzelner Unternehmensnachrichten selbst in einem insgesamt freundlichen Marktumfeld.Politik trifft UnternehmenszahlenFür Anleger bleiben damit zwei Ebenen relevant: Die US-Wahlen können Erwartungen an Regulierung, internationale Beziehungen und öffentliche Ausgaben verändern, während die Gewinn- und Umsatzperspektiven einzelner Unternehmen unmittelbar auf deren Bewertung wirken. Der starke Kursrückgang bei Rheinmetall zeigt, dass ein günstiges Börsenklima Risiken bei konkreten Geschäftszahlen nicht überdeckt.Ob der Dax das Rekordniveau nachhaltig behauptet, hängt daher neben der weiteren politischen Bewertung der US-Wahlen auch von Konjunkturdaten, Unternehmensprognosen und der Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte ab. Für private Anleger erhöht die neue Bestmarke vor allem die Bedeutung einer breiten Streuung, weil Indexgewinne einzelne Kursverluste nicht ausschließen. Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenEuronews: „Rheinmetall-Aktie bricht nach Gewinnwarnung wegen Auftragsverzögerungen um über 17 % ein“ (05.11.2026)Der Beitrag bestätigt den starken Einbruch der Rheinmetall-Aktie und ordnet ihn als Reaktion auf gesenkte Umsatz- und Margenprognosen ein. Der Schwerpunkt liegt auf Auftragsverzögerungen und damit stärker auf dem Unternehmensrisiko als auf der allgemeinen Dax-Entwicklung.n-tv: „Dax springt auf neues Rekordhoch“ (05.11.2026)Der Bericht bestätigt den Anstieg des Leitindex und nennt einen Stand von 26.646,32 Punkten sowie das vorherige Hoch von 26.618,74 Zählern. Damit setzt er den Schwerpunkt auf die konkrete Indexbewegung, während die dts-Meldung zusätzlich die US-Wahl als möglichen Markttreiber und die Gewinner- und Verliererwerte hervorhebt.Übereinstimmung besteht beim neuen Dax-Rekord und beim deutlichen Rheinmetall-Verlust. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der Gewichtung: Die Berichte betrachten entweder den Indexstand oder die Unternehmenswarnung, während die politische Wirkung der US-Kongresswahlen als weiterer Erklärungsansatz im Raum steht.