Fügen - Das macht glücklich und stolz: An die 100 Tischler:innen folgten der Einladung der Landesinnung der Tiroler Tischler zum Landesinnungstag, der am 30. Oktober in der Tischlerei Wetscher in Fügen stattfand.
Gastgeber Martin Wetscher gewährte Einblicke in seine Tischlerei. Die 100 Teilnehmer:innen wurden in kleinen Gruppen durch den Betrieb geführt. Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart reiste aus Oberösterreich an und hatte erfolgreiche Kollektivvertragsverhandlungen im Gepäck. Ihm und seinem Verhandlungsteam, das auch von Landesinnungsmeister Helmuth Hehenberger unterstützt wurde, war es gelungen, die Angestellten in Tischlereibetrieben aus dem allgemeinen Kollektivvertrag herauszulösen.Eine weitere Neuerung sieht vor, dass Beschäftigte zu Beginn ihrer Laufbahn mit einem höheren Gehalt einsteigen, während die Gehaltssteigerungen in den Folgejahren geringer ausfallen als bisher. Über den gesamten Zeitraum betrachtet bleiben die Beträge gleich. Dadurch soll der Beruf für jüngere Menschen attraktiver werden. Gleichzeitig werden die Gehaltskosten für langjährige Mitarbeiter:innen weniger stark steigen, wodurch es Betrieben leichter fallen soll, ältere Arbeitnehmer:innen zu halten.In Kürze wird es Informationsveranstaltungen für die Lohnverrechner:innen in den Tischlereien geben, damit sie auf die Neuerungen bestens vorbereitet sind. Andreas Distel aus Wien, Experte für Normen im Bereich der Bautischlerei, stellte zudem das bundesweite Projekt zur Sanierung von Kastenfenstern vor.Wir brauchen FachkräfteDie Ausbildung und die Förderung des Nachwuchses sind den Tiroler Tischlern eine echte Herzensangelegenheit. Helmuth Hehenberger kennt die Anliegen der Lehrlinge aus nächster Nähe: Er ist sowohl Landesinnungsmeister als auch Landeslehrlingswart. Er appellierte an die Betriebe, Lehrlinge auszubilden, denn immer weniger Unternehmen bieten Ausbildungsplätze an.Im Herbst hat die Landesinnung die nächste TischlerTrophy gestartet. Dabei stellen sich Schüler:innen gemeinsam mit einem Patronanztischler einer kreativen Herausforderung. 2027 geht es darum, zum Thema "Flora & Fauna" etwas Einfallsreiches aus Holz zu gestalten. Die TischlerTrophy verbindet Kreativität, handwerkliches Geschick und Teamarbeit und ermöglicht einen praxisnahen Zugang zur Berufsorientierung. Die Patronanztischler unterstützen die Schüler:innen der siebten Schulstufe und zeigen ihnen, wie vielseitig und erfüllend der Tischlerberuf sein kann.So manche:r Teilnehmer:in hat über die Trophy bereits den Weg zu einer Tischlerlehre gefunden. Aktuell werden noch einige Patronanztischler gesucht. Interessierte können sich im Innungsbüro melden.Tirols Tischlerlehrlinge zeigen bei Landes- und Bundesbewerben regelmäßig herausragende Leistungen. Grund genug für die Landesinnung, die erfolgreichen Lehrlinge und ihre Ausbildungsbetriebe in den Mittelpunkt der aktuellen Werbekampagnen zu stellen, die auf Plakaten, online und im Kino zu sehen sind. Jasper, der beim Bundesbewerb den vierten Platz erreichte, wurde gemeinsam mit seinem Ausbildungsbetrieb, der Tischlerei Salzburger, zum Hauptdarsteller eines Kinospots.Die Geschichte dahinter ist bemerkenswert: Jasper verbrachte mit seiner Familie einen Skiurlaub in Tirol. Die Einrichtung des Hotels gefiel seinen Eltern so gut, dass sie nachfragten, wer die Möbel gefertigt hatte. Es war die Tischlerei Salzburger. Daraufhin wurde kurzerhand beschlossen, dass Jasper aus den Niederlanden nach Tirol kommt, um dort eine Tischlerlehre zu beginnen. So können Erfolgsgeschichten entstehen – und sie zeigen, warum wir auf unser duales Ausbildungssystem stolz sein können.Die Tischlerlehre wird von der Landesinnung stets in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit gestellt. Daneben sind aber auch die Betriebe aufgefordert ihr Bestes zu geben, um an gute Lehrlinge zu kommen und um später dann geeignete Fachkräfte zu haben. Es geht um die Zukunft unseres Handwerks und da müssen wir alle zusammenarbeiten.Johannes Stark sorgte mit seinem Impulsvortrag für einen kurzweiligen Nachmittag. Künstliche Intelligenz (KI) ist für ihn kein Feindbild: Menschen verfügen über Empathie und können über den Tellerrand hinausdenken. Je wichtiger KI wird, desto wichtiger wird es, persönliche Beziehungen zu pflegen. Auf Menschen zuzugehen, zahlt sich für ihn immer aus. Den Tischler:innen gab er mit auf den Weg, dass Handwerker:innen die neuen Goldgräber seien, weil ihre Arbeit für unsere Gemeinschaft so wertvoll ist.Den Abschluss des offiziellen Teils bildeten die Ehrungen. Folgende Betriebe wurden geehrt:Einzelunternehmen: Rainer PoschEinzelunternehmen: Georg KassewalderEgon Schöpf Tischlereiunternehmung GmbH: Egon SchöpfEinzelunternehmen: Gerhard WallnerTischlerei Toni Ober Gesellschaft m.b.H:. Anton OberEinzelunternehmen: Franz SchwenterEinzelunternehmen: Josef Ernst Egger(Ende)Aussender: FRISCHBLUT Markenführung und Kommunikations GmbH Ansprechpartner: Petra Punzer Tel.: +43 732 37 16 16 13 E-Mail: petra@frischblut.at Website: www.frischblut.at