06.11.2026 - 11:32 Uhr

Ilse Aigner: Widmann-Mauz wirbt für Bundespräsidentenamt

Annette Widmann-Mauz unterstützt Ilse Aigner als mögliche Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier. Die ehemalige Staatsministerin begründet dies mit Aigners Erfahrung, Anerkennung und parteiübergreifender Ausstrahlung.

Widmann-Mauz wirbt für Aigner als BundespräsidentinDie Ehrenvorsitzende der Frauen Union in der CDU, Annette Widmann-Mauz, spricht sich für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als künftige Bundespräsidentin aus. Sie würde sich sehr freuen, wenn Bundeskanzler Friedrich Merz Aigner für das Amt vorschlagen würde, sagte Widmann-Mauz der „Rheinischen Post“.Lob für politische ErfahrungWidmann-Mauz bezeichnete Aigner als nah bei den Menschen sowie als hoch geschätzt und beliebt – weit über Bayern und die CSU hinaus. Die frühere Staatsministerin im Kanzleramt und CDU-Bundestagsabgeordnete nannte Aigner zudem kompetent, klug und auf allen Ebenen politisch erfahren.Aigner habe Charakter und Format, handle besonnen und stehe für die Werte der Union, sagte Widmann-Mauz. Diese Eigenschaften täten dem Land in der aktuellen Lage gut.Merz legt sich auf Kandidatin festMerz hatte sich am Montag darauf festgelegt, dass die Union eine Frau als Kandidatin für das höchste Staatsamt vorschlagen werde. Einen Namen nannte der Bundeskanzler bislang nicht.Ilse Aigner wird bereits seit längerer Zeit als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier genannt. Die Unterstützung für ihre Kandidatur nimmt inzwischen auch innerhalb der CDU zu. Der Vorstoß von Annette Widmann-Mauz fällt in eine Phase, in der die Union die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier vorbereitet. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich auf eine weibliche Kandidatin festgelegt, den Namen aber bislang nicht öffentlich genannt. Damit gewinnt die Frage an Gewicht, ob die Union eine eigene Personalentscheidung trifft oder frühzeitig auf eine parteiübergreifende Verständigung setzt.Aigner zwischen Bayern und BerlinIlse Aigner bringt für das Amt Erfahrung auf Landes- und Bundesebene mit. Als Präsidentin des Bayerischen Landtags steht sie zugleich für ein wichtiges CSU-Amt und könnte eine Verbindung zwischen CDU und CSU herstellen. Ihre Befürworter heben neben ihrer politischen Erfahrung vor allem ihre breite öffentliche Akzeptanz hervor.Die Debatte reicht über die Union hinaus. In den vergangenen Tagen sprachen sich auch Politiker anderer Parteien oder parteiübergreifende Stimmen für eine stärkere Einbindung weiterer Kräfte bei der Wahl aus. Das erhöht den politischen Druck auf Merz, eine Kandidatin zu präsentieren, die nicht nur innerhalb der Union Zustimmung findet.Entscheidung in der BundesversammlungDie Wahl des Bundespräsidenten erfolgt durch die Bundesversammlung. Für Aigner spricht derzeit die wachsende öffentliche Unterstützung; offen bleibt, ob Merz sie tatsächlich nominieren wird und ob sich für ihre Kandidatur eine ausreichende Mehrheit über die Parteigrenzen hinweg formieren lässt. Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenFrankfurter Rundschau: „Bundespräsidentin gesucht: Breiter Zuspruch für Ilse Aigner aus Union und SPD setzt Kanzler Merz unter Druck“ (05.11.2026)Der Beitrag ordnet Aigner als Kandidatin mit Unterstützung aus Union und SPD ein. Im Mittelpunkt steht der wachsende Entscheidungsdruck für Merz, der sich zwar auf eine Frau festgelegt, aber noch keinen Namen genannt hat.tagesschau: „Bundespräsidenten-Nachfolge: Unterstützung für Aigner nimmt zu“ (05.11.2026)Die tagesschau beschreibt den zunehmenden Rückhalt für die CSU-Politikerin, auch in der Schwesterpartei CDU. Gemeinsam ist beiden Beiträgen die Einschätzung, dass Aigner im Kandidatenfeld an Gewicht gewinnt; offen bleibt die endgültige Entscheidung des Kanzlers.Übergreifend bestätigen die Beiträge den wachsenden Rückhalt für Aigner und den politischen Druck auf Merz. Unterschiede liegen vor allem im Schwerpunkt: Während die Frankfurter Rundschau die parteiübergreifende Unterstützung betont, konzentriert sich die tagesschau stärker auf die Dynamik innerhalb der Union.