27.10.2026 - 21:04 Uhr

Israel-Wahl: Likud von Netanjahu liegt in Nachwahlbefragung vorn

Die Nachwahlbefragung sieht Likud als stärkste politische Kraft. Das amtliche Wahlergebnis und die möglichen Mehrheitsverhältnisse stehen noch aus.

Likud liegt bei Israels Nachwahlbefragung vornDie Likud-Partei des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu liegt nach einer Nachwahlbefragung bei der Parlamentswahl vorn. Die dts Nachrichtenagentur verbreitete die Blitzmeldung am Dienstagabend aus Jerusalem.Weitere Details zum Ergebnis sollen in Kürze folgen.Prognose gibt ersten Hinweis auf WahlausgangNachwahlbefragungen werden nach der Schließung der Wahllokale veröffentlicht und sollen eine erste Einschätzung der Kräfteverhältnisse ermöglichen. Sie bilden jedoch noch nicht die amtliche Sitzverteilung in der Knesset ab.Für den weiteren Verlauf kommt es darauf an, wie groß der Vorsprung des Likud ausfällt und welche Parteien gemeinsam eine Mehrheit organisieren können. Erst die Auszählung und anschließende politische Gespräche zeigen, ob Netanjahus Partei ihre Position in der Regierung festigen kann.Weitere Einzelheiten angekündigtDie dts-Redaktion kündigte weitere Angaben zur Wahl in den kommenden Minuten an. Dazu können unter anderem die Sitzprognosen der übrigen Parteien und die voraussichtlichen Mehrheitsverhältnisse gehören. Die Nachwahlbefragung markiert den ersten belastbaren Hinweis auf die Kräfteverhältnisse nach Schließung der Wahllokale. Sie ersetzt jedoch noch kein amtliches Ergebnis: Entscheidend sind die endgültige Sitzverteilung in der 120 Mitglieder zählenden Knesset und die Fähigkeit der Parteien, eine Regierungsmehrheit zu bilden.Mehrheit bleibt entscheidendFür die Regierungsbildung zählt nicht allein das Abschneiden des Likud, sondern die Zusammensetzung der politischen Blöcke. Eine Partei kann stärkste Kraft werden, ohne selbst über eine Mehrheit zu verfügen. Koalitionsverhandlungen bestimmen deshalb, ob Netanjahu seine bisherige politische Linie fortsetzen kann.Die Wahl findet vor dem Hintergrund einer stark polarisierten innenpolitischen Lage statt. Sicherheitsfragen, der Umgang mit dem Krieg und die politische Zukunft Netanjahus prägen den Wettbewerb. Das Ergebnis der Nachwahlbefragung dürfte daher vor allem als Signal für die Verhandlungspositionen der Parteien und nicht als abschließende Regierungsentscheidung gelesen werden.Auszählung und KoalitionsgesprächeIn den kommenden Stunden und Tagen werden die Prognosen durch ausgezählte Stimmen ersetzt. Abweichungen zwischen Nachwahlbefragung und Endergebnis sind möglich, insbesondere wenn die Sitzverteilung zwischen mehreren Parteien eng ausfällt. Für die Leser in Israel und international ist deshalb neben dem Likud-Abschneiden vor allem relevant, welcher Block eine tragfähige Mehrheit organisieren kann. Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenFrankfurter Rundschau: „Israel-Wahl: Netanjahu oder Eisenkot“ (27.10.2026)Der Beitrag ordnet die Wahl über mögliche Szenarien ein und verweist auf Nachwahlbefragungen als Grundlage erster Prognosen. Im Mittelpunkt stehen die politischen Optionen nach Schließung der Wahllokale, während das amtliche Ergebnis noch aussteht.Tagesschau: „Knesset-Wahl 2026: Israel vor der Entscheidung“ (27.10.2026)Der Bericht beschreibt Nachwahlbefragungen als erste Hinweise auf den Wahlausgang. Anders als die Meldung zum Likud-Ergebnis legt er den Schwerpunkt auf den Übergang von der Stimmabgabe zur Prognose und auf die anstehende Auszählung.Beide Beiträge stimmen darin überein, dass Nachwahlbefragungen zunächst Orientierung liefern, aber keine endgültige Sitzverteilung ersetzen. Offen bleibt, welche Parteienblöcke anschließend eine Regierungsmehrheit bilden können.