06.11.2026 - 14:40 Uhr

US-Arbeitslosenquote sinkt im Oktober auf 4,1 Prozent

Die US-Unternehmen bauten im Oktober 165.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft auf. Zugleich nahm die Zahl der Langzeitarbeitslosen leicht zu, was auf unterschiedliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt hindeutet.

US-Arbeitsmarkt bleibt im Oktober stabilDie Arbeitslosenquote in den USA ist im Oktober leicht auf 4,1 Prozent gesunken, nachdem sie im Vormonat 4,2 Prozent betragen hatte. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit.165.000 neue Stellen geschaffenDie Unternehmen schufen nach Angaben des Ministeriums rund 165.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Insgesamt lag die Zahl der Arbeitslosen im Oktober mit 7,1 Millionen weitgehend auf dem Niveau des Vormonats.Langzeitarbeitslosigkeit nimmt zuDie Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg dagegen von 1,9 Millionen im September auf 2,0 Millionen im Oktober. Damit zeigt der Bericht neben der weiterhin soliden Beschäftigungsentwicklung auch eine Verschlechterung bei der länger dauernden Arbeitssuche.Auswirkungen auf ZinsentscheidungenDie US-Arbeitsmarktdaten werden weltweit von Investoren beachtet. Ist der Arbeitsmarkt robust und die Inflation zugleich hoch, werden Zinssenkungen unwahrscheinlicher.Niedrigere Zinsen könnten Börsianern zufolge Aktien gegenüber dem Sparbuch attraktiver machen und Unternehmen sowie anderen Marktteilnehmern günstigere Kredite ermöglichen. Die neuen Beschäftigungsdaten liefern deshalb wichtige Hinweise für die Erwartungen an die weitere Geldpolitik. Die US-Arbeitsmarktdaten gehören zu den wichtigsten Konjunkturindikatoren weltweit, weil sie Beschäftigung, Lohnentwicklung und Konsumkraft in einem zentralen Wirtschaftsraum abbilden. Der Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent signalisiert zusammen mit 165.000 neuen Stellen weiterhin eine vergleichsweise stabile Nachfrage nach Arbeitskräften.Gleichzeitig weist die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen auf eine weniger eindeutige Lage hin. Ihre Zahl stieg im Monatsvergleich von 1,9 auf 2,0 Millionen, während die Gesamtzahl der Arbeitslosen mit 7,1 Millionen weitgehend unverändert blieb. Das spricht für einen Arbeitsmarkt, der insgesamt robust ist, aber nicht alle Gruppen gleichermaßen erreicht.Folgen für die GeldpolitikFür die US-Notenbank bleibt damit die Balance zwischen Beschäftigung und Preisstabilität entscheidend. Ein stabiler Arbeitsmarkt kann den privaten Konsum stützen und den Lohndruck aufrechterhalten; zugleich würde eine anhaltend hohe Inflation den Spielraum für Zinssenkungen begrenzen. Schwächere Daten könnten dagegen Erwartungen an niedrigere Zinsen stärken, was Finanzierungskosten, Anleiherenditen und Aktienbewertungen beeinflussen würde.Für Unternehmen und private Haushalte sind die Zahlen deshalb über die Börsen hinaus relevant. Sie wirken auf Kreditkonditionen, Sparentscheidungen und die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA.