24.07.2026 - 11:15 Uhr

Christoph Strasser muss TCR wegen Krankheit verlassen

Wien - Christoph Strasser muss TCR wegen Krankheit verlassen

Die fünfte Teilnahme beim Transcontinental Race (TCR), dem mit 4.800 Kilometern und 50.000 Höhenmetern quer durch Europa härtestem unsupported-Rennen der Welt, musste Christoph Strasser frühzeitig beenden. Nach zwei Siegen in dieser Saison bei "Rund um Sachsen" und beim "Unknown Race" wurde der Steirer bei seinem Saisonhighlight wegen Krankheit zur Aufgabe gezwungen.Damit handelte es sich nicht mehr um eine normale Schwächephase eines Ultrarennens, sondern um eine akute Erkrankung. Strasser konnte diesen Unterschied aufgrund seiner großen Erfahrung selbst klar einschätzen: Er kenne viele Schwächephasen, diesmal sei es aber "eine richtige Krankheit". Diese Selbsteinschätzung ist besonders relevant, weil Strasser körperliche Krisen und extreme Erschöpfungszustände aus zahlreichen Ultrarennen kennt.Ein entscheidendes Warnsignal war, dass er seine übliche Leistung nicht mehr abrufen konnte: Auf flachen Straßen funktionierte das Fahren noch einigermaßen. Bereits bei kleinen Anstiegen konnte er die vorgesehenen rund 200 Watt nicht mehr treten. Gleichzeitig trat starke Atemnot auf. Dieser Zusammenhang zeigt, dass nicht nur Müdigkeit oder Motivationsprobleme vorlagen. Der Organismus war offenbar nicht mehr in der Lage, unter Belastung ausreichend Leistung bereitzustellen.Extreme Belastung durch die Fähren-Challenge: Strasser hatte sein Tempo mehrfach erhöht, um frühere Fähren zu erreichen. Aus der ursprünglich geplanten Abfahrt um 2:00 Uhr wurde schließlich die Fähre um 20:30 Uhr. Die erfolgreiche Fährenstrategie brachte ihm zwar einen sportlichen Vorteil, dürfte aber erhebliche körperliche Reserven gekostet haben. Unmittelbar vor dem Hafen geriet Strasser in ein Unwetter. Am folgenden Tag setzte sich die Fahrt in Polen bei heftigem Regen fort.Dauerhafte Nässe und mögliche Auskühlung können bei einem bereits geschwächten Körper dazu beitragen, dass: - die Körpertemperatur schlechter reguliert wird, - der Energieverbrauch steigt, - das Immunsystem zusätzlich belastet wird, - vorhandene Infektionssymptome stärker hervortreten. Der Regen war wahrscheinlich nicht die alleinige Krankheitsursache, aber ein bedeutender Verstärkungsfaktor.Schlaf- und Regenerationsdefizit Nach rund 1.900 Kilometern befand sich Strasser bereits in einem Zustand permanenter Belastung. Beim TCR sind Schlaf, Nahrungsaufnahme, Navigation, Reparaturen und Organisation vollständig selbst zu bewältigen. Die Suche nach einem Hotel zeigt, dass der Körper dringend Ruhe benötigte. Offenbar reichten einige Stunden Schlaf jedoch nicht mehr aus, um den Zustand zu stabilisieren. Aus der aktuellen Information lässt sich allerdings nicht sicher beurteilen, ob die Darmprobleme durch einen Infekt, die Ernährung, verunreinigte Lebensmittel oder die extreme Belastung ausgelöst wurden.Die bisherige Statistik des Steirers beim TCR konnte sich sehen lassen: Bei den vier Teilnahmen holte Christoph Strasser zwei Siege, einen zweiten Platz und einen fünften Platz. Am vergangenen Sonntag wurde das TCR 2026 in Trondheim gestartet und sollte in Griechenland enden. Nach rund 1.900 Kilometern musste der Kraubather gestern wegen Fieber, Husten und Darmproblemen die Segeln streichen. "Eine Weiterfahrt wäre sinnlos gewesen. So wichtig der Sport ist, die Gesundheit steht immer an oberster Stelle", sagte seine Lebensgefährtin Sabine Prager.Vorgestern gab sich Christoph Strasser, der im Spitzenfeld unterwegs war, noch total zuversichtlich, nachdem er die Fähren-Challenge in Norwegen und Schweden mehr als erfolgreich gemeistert hatte: "Es war ziemlich monoton durch Südschweden. Aber dann hat das Rennen vor der letzten Fährenüberfahrt von Schweden nach Polen an Brisanz gewonnen. Eigentlich wollte ich das Boot in der Nacht um 2 Uhr früh erwischen. Dann merkte ich, dass ich schneller bin und wollte um 22:30 Uhr einsteigen. Dann war ich noch schneller und erreichte schließlich die um 20:30 Uhr. obwohl es kurz vor dem Hafen mit dem Zeitdruck extrem stressig war, hinzu kam ein Unwetter und dann hatte ich zehn Kilometer vor dem Hafen noch einen platten Reifen. So gut es vorgestern lief, so schlecht ging es dann gestern in Polen mit heftigem Regen weiter", sagte Christoph, der in Nordpolen völlig erschöpft ein Hotel aufsuchte, um sich einige Stunden auszuruhen."Bei so einem Rennen ist man immer am Limit" Ehe er gestern ein Hotel fand, kaufte er sich in einer Apotheke ein Fieberthermometer. "Im Hotelzimmer war klar, dass ich überhöhte Temperatur habe. In Polen über die flachen Straßen lief es eigentlich ganz gut, aber sobald ein Hügel kam, konnte ich meine 200 Watt nicht mehr fahren; ich war so kurzatmig. Bei so einem Rennen fühlt man sich nie gut und ich kenne viele Schwächephasen und weiß, wie sich verschiedene Phasen anfühlen. Aber jetzt ist es eine richtige Krankheit", sagt Christoph Strasser, der jetzt erstmals vor der Heimreise wieder fit werden muss.Die drei entscheidenden Kriterien waren: 1. Akute Krankheit mit Fieber, Husten und Darmproblemen 2. Auffällige Atemnot und deutlicher Leistungseinbruch bereits bei kleinen Anstiegen 3. Ein nicht mehr vertretbares gesundheitliches Risiko bei weiterer ExtrembelastungHonorarfreies Fotos/Copyright: Privat - Christoph musste das TCR 2026 leider aufgebenHomepage: www.christophstrasser.at Honorarfreie Fotos: www.christophstrasser.at/pressefotos_pressearchiv/pressefotos Facebook: www.facebook.com/christophstrasser.at---------------------------------Pressekontakt: MR PR - Martin Roseneder Tel.: +43 664 913 76 77 eMail: martin@mr-pr.at Homepage: www.mr-pr.at(Ende)Aussender: Peeroton GmbH - Pressedienst Ansprechpartner: Mag. Dr. Reinhard Möseneder Tel.: 00436641811764 E-Mail: reinhard.moeseneder@peeroton.com Website: www.peeroton.com