Die Deutsche Bahn zieht drei Monate nach Einführung eines Sonderprogramms für mehr Sauberkeit in den Zügen eine positive Bilanz.
Das Sofortprogramm wirke, sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Die Fahrgäste sähen und spürten die positiven Entwicklungen bei Sauberkeit und Service an Bord. Das hätten Befragungen bestätigt.Allein in diesem Jahr 2026 investiert die Bahn hierfür 20 Millionen Euro zusätzlich. Seit Januar wurde das Reinigungspersonal deutlich aufgestockt. Laut Peterson reinigen auf vielgenutzten Verbindungen nun 220 Beschäftigte die Züge während der Fahrt. Das sind doppelt so viele wie zuvor. In den ersten drei Monaten seien 680.000 Toiletten gereinigt und rund 170.000 Müllsäcke gefüllt worden. An ausgewählten Knotenbahnhöfen wie München stünden außerdem Sonderreinigungstrupps bereit, die bei Bedarf zum Einsatz kommen.Auch die Teppiche in den ICE-Zügen werden häufiger behandelt. Haben die Reiniger bisher wöchentlich Teppiche in der Größenordnung von vier Fußballfeldern intensiv gesäubert, seien dies nun umgerechnet sechs, erläuterte Peterson. Zu dem Sofortprogramm gehört auch der Einsatz von mobilen Technikern, die für einen stabilen Betrieb der Kaffeemaschinen im Bordbistro sorgen sollen. Allein in den ersten drei Monaten haben sie 100 Geräte austauschen müssen. Ein fehlendes Kaffeeangebot gehört zu den oft genannten Ärgernissen in den Zügen.