18.03.2026 - 10:30 Uhr

Polyphenole: Die unterschätzten Supermoleküle unserer Ernährung

Rellingen - Polyphenole sind die Multitalente der Ernährung – und dennoch wissen erstaunlich wenige Menschen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Dabei handelt es sich um die gesundheitsfördernden Pflanzenstoffe, die Obst-, Gemüse- und Gewürzpflanzen so gesund machen. Chemisch gesehen sind Polyphenole kleine Moleküle mit einem aromatischen Ringsystem, an das mehrere Hydroxylgruppen gebunden sind. Diese Struktur verleiht ihnen ihre außergewöhnlichen biologischen Eigenschaften. In der Natur weisen Polyphenole antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften auf, die Pflanzen helfen, pathogenen Infektionen zu entgehen und gleichzeitig die wichtigsten Gewebe vor den toxischen Wirkungen reaktiver Sauerstoffspezies zu schützen. Aufgrund dieser Eigenschaften ist das Interesse an ihrer biologischen Bedeutung für den Menschen schon länger ein Thema von großer wissenschaftlicher Bedeutung. Sowohl In-vitro- als auch In-vivo-Studien haben ihre gesundheitsfördernde Wirkung gezeigt, einschließlich ihrer antioxidativen, entzündungshemmenden, antibakteriellen, antiadipogenen, antikanzerogenen, herz-kreislaufschützenden und neuroprotektiven Wirkung. Angesichts dieser beeindruckenden Effekte könnte man sich fragen, warum es eigentlich noch kein Medikament auf Basis von Polyphenolen gibt? Ein möglicher Grund: Natürliche Pflanzenstoffe lassen sich nur schwer patentieren.

Schwindender Gehalt in LebensmittelnDer Polyphenolgehalt vieler Lebensmittel nimmt ab. Studien zeigen, dass Faktoren wie Anbaubedingungen, Erntezeitpunkt, Verarbeitung oder Lagerung den Gehalt dieser wertvollen Pflanzenstoffe deutlich beeinflussen können. Hitze, Sauerstoff, enzymatische Prozesse oder lange Lagerzeiten führen häufig dazu, dass Polyphenole abgebaut werden. Dadurch sinkt ihre Konzentration in vielen verarbeiteten Lebensmitteln erheblich. Die multinationalen Lebensmittelkonzerne werben zwar für ihre "gesunden" Nahrungsmittel, aber in Wirklichkeit bauen ihre Produkte (und mittlerweile unser gesamtes Umfeld) unsere vielen, natürlichen Abwehrkräfte gegen Krankheiten ab und dann wird behauptet, dass zum Beispiel rotes Fleisch ungesund ist. Unsere Vorfahren hatten kein Problem mit rotem Fleisch, da sie einen hohen Verbrauch an präbiotischen Ballaststoffen und anderen chemoprotektiven Phytonährstoffen hatten und Kochmethoden bei niedrigeren Temperaturen verwendeten. Auch ihre Haut wurde durch diätetische UV-filternde Carotinoide und Polyphenole geschützt. Es ist dieser Ausgleich der heutzutage fehlt. Die Unterrepräsentation der Polyphenole in der Nahrung stellen das Hauptproblem der heutigen Ernährung dar und genau hier setzt die Firma bonaFeel an.Polyphenole als Präbiotika mit besonderem EffektNahrungspolyphenole spielen eine eindeutige Rolle bei der Zusammensetzung und dem Funktionsprofil der Darmmikrobiota. Polyphenole fördern das Wachstum nützlicher Mikroben wie Lactobacillus und Bifidobacterium, die zwei der wichtigsten gesundheitsfördernden Probiotika darstellen und Vorteile für die menschliche Gesundheit mit sich bringen, wie etwa die Verbesserung von Magen-Darm-Störungen, die Unterdrückung von Durchfall und Verstopfung, die Linderung von Laktoseintoleranz und Reizdarmsymptome. Andererseits können Polyphenole das Wachstum schädlicher Mikrobiota hemmen und so die Zusammensetzung der Darmflora verbessern. Mehrere dieser Mechanismen können gleichzeitig ablaufen: Während Polyphenole antimikrobiell wirken, beginnen Darmbakterien gleichzeitig damit, sie enzymatisch abzubauen.Superstars der Nutri-EpigenetikDoch die Wirkung dieser Pflanzenstoffe geht noch weiter. Polyphenole zählen heute zu den spannendsten Molekülen der sogenannten Nutri-Epigenetik – dem Forschungsfeld, das untersucht, wie Ernährung unsere Genaktivität beeinflusst. Das bedeutet, dass durch unsere Nahrung biologische Information vermittelt wird und nicht bloß Kalorien. Gezielte Nahrungsergänzung kann biochemische Signale durch den Körper senden. Diese Signale erreichen Zellen, verändern deren Genaktivität und lösen komplexe Kaskaden metabolischer, immunologischer und sogar neurologischer Prozesse aus. Die moderne Ernährungs- und Mikrobiomforschung erkennt zunehmend: Nahrung wirkt sogar systemisch über ganze epigenetische Netzwerke und wird sogar an unsere Nachfahren übertragen.Neue Ansätze für bessere NutzungEin weiteres Hindernis bleibt ihre geringe Aufnahmefähigkeit im Körper. Nach der Aufnahme gelangen nur kleine Mengen tatsächlich zu den Orten, an denen sie ihre Wirkung entfalten könnten. Hier setzen neue technologische Ansätze an. Durch spezielle Verkapselungstechnologien können Polyphenole beispielsweise vor Abbau im Magen und oberen Dünndarm geschützt werden. Dadurch erreichen mehr dieser Moleküle den Dickdarm – dort, wo ihre präbiotischen Effekte besonders relevant sind. Die Zukunft der Ernährung könnte sehr viel stärker von diesen kleinen Pflanzenmolekülen geprägt sein, als wir heute noch ahnen. Oder anders gesagt: Wer genug schützende Polyphenole aufnimmt, kann sich die ungesunden Dinge durchaus erlauben.http://www.bonaval.shop ist eine Marke von https://www.bonafeel.de(Ende)Aussender: bonaFeel Ansprechpartner: Henning Rosenfeld Tel.: +49 4101 81 90 576 E-Mail: h.rosenfeld@bonafeel.de Website: www.bonafeel.de