06.11.2026 - 01:00 Uhr

ASB warnt vor Streichung von Rettungswagen bei Finanznot

Der ASB warnt vor Einschnitten bei Rettungsdiensten, falls steigende Löhne und Gehälter nicht ausreichend refinanziert werden. Zugleich begrüßt der Verband zentrale Ziele der beschlossenen Reform der Notfallversorgung.

ASB warnt vor Folgen fehlender Rettungsdienst-FinanzierungDer Bundesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), Knut Fleckenstein, warnt nach der vom Bundestag beschlossenen Reform der Notfallversorgung vor möglichen Einschnitten bei Rettungsdiensten. Wenn Löhne und Gehälter nicht mehr refinanziert würden, müssten Hilfsorganisationen Verluste hinnehmen und könnten unter anderem Rettungswagen streichen.Fleckenstein fordert deshalb, das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz nicht auf den Rettungsdienst anzuwenden.ASB unterstützt ReformzieleGrundsätzlich bewertete der ASB-Bundesvorsitzende die Reform positiv. Sie sei die erste Reform, die ihren Namen wirklich verdiene. Eine Garantie für kürzere Wartezeiten in Notaufnahmen könne er jedoch nicht geben.Der Aufbau integrierter Notfallzentren werde schwierig, sei als Ziel aber richtig. Fleckenstein begrüßte außerdem die geplante Zusammenführung der Rufnummern 112 und 116117.Fleckenstein fordert mehr RechtssicherheitNachbesserungen verlangt der ASB-Chef beim Notfallsanitätergesetz. Notfallsanitäter müssten die Maßnahmen durchführen können, für die sie ausgebildet seien und die in Notfällen erforderlich seien.Derzeit seien bestimmte Eingriffe Ärzten vorbehalten. Dadurch stünden Notfallsanitäter bei ihrer Arbeit rechtlich unter erheblichem Druck.