28.10.2026 - 14:08 Uhr

Dieselpreis steigt auf 2,289 Euro – E10 wird günstiger

Der ADAC registriert in Deutschland einen deutlichen Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel. Als Gründe für den Dieselanstieg gelten neben dem höheren Ölpreis die angespannte Marktlage und die saisonal wachsende Heizölnachfrage.

ADAC meldet Dieselpreis von 2,289 EuroDie Preise für Kraftstoffe in Deutschland haben sich in der vergangenen Woche gegenläufig entwickelt. Super E10 wurde günstiger, während Diesel deutlich zulegte.Super E10 sinkt, Diesel steigtNach aktuellen ADAC-Zahlen sank der Preis für Super E10 um 2,6 Cent auf durchschnittlich 2,084 Euro pro Liter. Der Dieselpreis stieg dagegen um 3,4 Cent auf 2,289 Euro pro Liter.Damit kostet Diesel derzeit mehr als 20 Cent je Liter mehr als Super E10. Für Autofahrer mit Diesel-Pkw erhöht sich dadurch die Belastung beim Tanken trotz des niedrigeren Verbrauchs vieler Dieselmodelle.Ölpreis und Heizölnachfrage treiben DieselDer Ölpreis lag über dem Niveau der Vorwoche. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt rund 114 US-Dollar.Der ADAC führt den Dieselanstieg neben dem höheren Ölpreis auf die angespannte Lage an den internationalen Dieselmärkten und die steigende Nachfrage nach Heizöl zu Beginn der kälteren Jahreszeit zurück. Beide Faktoren erhöhen den Preisdruck bei den mittleren Destillaten.Benzin entwickelt sich trotz Rohölplus günstigerBeim Benzin schlug der höhere Ölpreis nicht unmittelbar auf die Verbraucherpreise durch. Der Rückgang bei Super E10 deutet nach Einschätzung des ADAC darauf hin, dass im Benzinmarkt Spielraum für Preisnachlässe bestand.Die gegenläufige Bewegung zeigt, dass sich die Preise an den Tankstellen neben dem Rohöl auch an der jeweiligen Produktnachfrage, den internationalen Marktbedingungen und den Raffineriemargen orientieren. Die gegenläufige Entwicklung an den Tankstellen zeigt, dass sich Kraftstoffpreise nicht allein aus dem Rohölpreis ableiten lassen. Während der höhere Brent-Preis grundsätzlich beide Kraftstoffsorten verteuern kann, wirken bei Benzin und Diesel unterschiedliche Marktbedingungen, Raffineriemargen und Nachfragefaktoren.Beim Diesel kommen derzeit mehrere Belastungen zusammen. Eine angespannte internationale Versorgungslage auf dem Dieselmarkt trifft auf eine saisonal steigende Nachfrage nach Heizöl. Beide Produkte konkurrieren teilweise um ähnliche Raffineriekapazitäten und mittlere Destillate. Wenn die Nachfrage nach Heizöl mit Beginn der kälteren Jahreszeit zunimmt, kann das den Preisdruck bei Diesel verstärken.Unterschiede für AutofahrerFür private Autofahrer bedeutet der aktuelle Abstand von mehr als 20 Cent je Liter eine besondere Belastung für Dieselfahrzeuge. Bei einem Tankvolumen von 50 Litern entspricht der Preisunterschied zwischen beiden Kraftstoffen mehr als zehn Euro pro Tankfüllung. Die tatsächlichen Kosten hängen allerdings vom Fahrzeugverbrauch, der Fahrleistung und dem jeweiligen Tankstellenpreis ab.Die Entwicklung bleibt eng an den internationalen Öl- und Produktenmärkten gekoppelt. Entspannung beim Rohöl oder eine Normalisierung der Diesel- und Heizölnachfrage könnte den Abstand wieder verringern; anhaltende Marktengpässe würden dagegen den Dieselpreis weiter stützen. stern: „Spritpreise: Diesel verteuert sich“ (28.10.2026)Der Beitrag bestätigt den Rückgang von Super E10 um 2,6 Cent auf 2,084 Euro je Liter und stellt die gleichzeitige Verteuerung von Diesel heraus. Sein Schwerpunkt liegt auf der unterschiedlichen Entwicklung der beiden Kraftstoffsorten.Euronews: „Ölpreis fällt über sechs Prozent vom Kriegsniveau, Iran-Diplomatie zieht an“ (26.10.2026)Der Artikel ordnet die internationale Rohölbewegung ein und berichtet über einen Rückgang von Brent gegenüber dem zuvor genannten Kriegsniveau. Damit setzt er einen anderen Schwerpunkt als die Kraftstoffmeldung: Im Zentrum stehen die globalen Ölpreise und geopolitische Entwicklungen, während die unterschiedlichen Diesel- und Benzinpreise in Deutschland offenbleiben.Beide Beiträge ergänzen den Vorgang aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Der eine konzentriert sich auf die deutschen Tankstellenpreise, der andere auf den internationalen Ölmarkt als wichtigen Einflussfaktor.