05.11.2026 - 17:39 Uhr

Hubert Aiwanger tot: Nouripour kritisiert Häme im Netz

Der frühere Grünen-Chef Omid Nouripour fordert nach dem Tod Hubert Aiwangers Respekt gegenüber dessen Familie. Anlass sind hämische Beiträge in sozialen Netzwerken, darunter auch von einem grünen Lokalpolitiker.

Nouripour weist Häme gegen Aiwanger zurückDer frühere Grünen-Bundesvorsitzende Omid Nouripour hat verletzende Beiträge in sozialen Medien nach dem Tod des bayerischen Wirtschaftsministers und Freie-Wähler-Chefs Hubert Aiwanger scharf kritisiert. Er forderte Respekt gegenüber Aiwangers Familie und Hinterbliebenen.Appell an alle politischen Lager„Alle sind gebeten, sich anständig zu verhalten“, sagte Nouripour den Sendern RTL und ntv. Über Tote rede man nicht in dieser Weise, vielmehr müsse man der Familie und den Angehörigen Raum für ihre Trauer lassen.Kritik unabhängig von ParteizugehörigkeitAuf den hämischen Kommentar eines grünen Lokalpolitikers angesprochen, sagte Nouripour, es sei unerheblich, ob der Verfasser seiner eigenen Partei oder einer anderen angehöre. Aiwanger sei ein Mensch mit einer Familie gewesen, der Respekt gegenüber den Hinterbliebenen gebühre.Nouripour erinnert an politische DifferenzenNouripour sagte, er und Aiwanger seien nicht befreundet gewesen und hätten viele Meinungsverschiedenheiten gehabt. Der plötzliche Tod des 55-Jährigen habe ihn dennoch betroffen und ihn über die eigene Vergänglichkeit nachdenken lassen.Tod in Berliner HotelAiwanger war am Mittwoch in einem Berliner Hotel tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es keine Anzeichen für Fremdverschulden.