Bei Schüssen auf dem Marktplatz von Krakau starben mindestens fünf Menschen, etwa ein Dutzend weitere wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde von Polizisten angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht.
Schüsse auf Krakauer Marktplatz fordern fünf ToteAuf dem Marktplatz in Krakau sind am Samstag mindestens fünf Menschen erschossen worden. Etwa ein Dutzend Menschen wurden verletzt, teilte die Polizei der Woiwodschaft Kleinpolen mit.Täter schießt aus Auto auf MenschenGegen 15 Uhr begann demnach ein Mann, aus dem Auto, mit dem er auf den Markt gefahren war, wahllos auf Menschen zu schießen. Polizisten schossen den Täter an; er wird derzeit in ein Krankenhaus gebracht.Einsatzkräfte sichern den TatortDie Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort im Einsatz. Die Feuerwehr appellierte an Bewohner und Touristen, nicht zum Marktplatz zu kommen.Menschen, die sich in der Gegend aufhalten, wurden aufgefordert, sich an einen sicheren Ort zu bringen. Die Polizei untersucht den Hintergrund und alle Umstände der Tat.Tusk wird über Lage informiertDer polnische Premierminister Donald Tusk erklärte, er werde vom Innenminister „laufend über die Lage in Krakau nach der tragischen Schießerei auf dem Laufenden gehalten“.
Der Krakauer Marktplatz gehört zu den meistbesuchten Orten Polens und liegt im Zentrum der historischen Altstadt. Schüsse an einem solchen Ort treffen daher nicht nur Passanten, sondern auch viele Besucher und Beschäftigte in einem stark frequentierten öffentlichen Raum.Nach derzeitigem Stand konzentrieren sich die unmittelbaren Maßnahmen auf die Versorgung der Verletzten, die Sicherung des Tatorts und die Aufklärung des Motivs. Dass der mutmaßliche Täter von Polizisten angeschossen und anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurde, dürfte die ersten Ermittlungen erschweren, zugleich können die Einsatzkräfte am Tatort Spuren sichern und Zeugen befragen.Ermittlungen und FolgenFür Bewohner, Touristen und den innerstädtischen Verkehr bedeutet der laufende Einsatz erhebliche Einschränkungen. Die Aufforderung, den Marktplatz zu meiden und sichere Orte aufzusuchen, soll weitere Gefahren verhindern, solange die Polizei die Lage und mögliche Hintergründe prüft.Politisch steht zunächst die staatliche Reaktion im Mittelpunkt. Premierminister Donald Tusk lässt sich durch den Innenminister informieren; entscheidend für die weitere Bewertung werden Angaben zum Motiv, zur Herkunft der Waffe, zum Ablauf der Tat und zum Gesundheitszustand des Verdächtigen sein. Bis diese Fragen geklärt sind, bleibt der Vorgang vor allem ein schwerer Gewalttat mit zahlreichen Betroffenen im Zentrum Krakaus.