07.11.2026 - 22:34 Uhr

Krakau: Polizei findet drei weitere Leichen bei Tatverdächtigem

Bei dem Angriff auf dem Krakauer Marktplatz starben vier Frauen und zwei Männer, mindestens 15 Menschen wurden verletzt. Ermittler untersuchen nun zusätzlich drei Tote im Wohnort des festgenommenen Tatverdächtigen.

Ermittlungen nach Angriff in Krakau weiten sich ausNach dem Schusswaffenangriff auf dem Krakauer Marktplatz hat die Polizei im Wohnort des Tatverdächtigen drei weitere Leichen gefunden. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Behörden um zwei Frauen und einen Mann; die Ermittlungen laufen in Ostrowiec Swietokrzyski.Sechs Tote und mindestens 15 VerletzteAm Samstagnachmittag hatte ein Bewaffneter nach Darstellung der Behörden aus einem Auto scheinbar wahllos auf Menschen geschossen. Dabei wurden vier Frauen und zwei Männer getötet, mindestens 15 weitere Menschen verletzt.Polizei nimmt 24-Jährigen festDer Tatverdächtige ist ein 24-jähriger polnischer Staatsbürger. Die Polizei schoss ihn an und nahm ihn fest; anschließend wurde er zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.Weitere Waffen im Fahrzeug gefundenIm Auto des Mannes fanden die Einsatzkräfte nach Behördenangaben zusätzliche Waffen. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus und teilte mit, dass für die Bevölkerung keine Gefahr mehr bestehe.Marktplatz bleibt teilweise gesperrtTeile des Marktplatzes und angrenzende Straßen wurden abgesperrt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Gebiet zu meiden, während die Einsatzkräfte weiter vor Ort waren.Minister nennt mögliches rechtsextremes MotivInnenminister Marcin Kierwinski sprach von einem möglichen rechtsextremen Motiv. Alles deute darauf hin, dass der Tatverdächtige von rechtsextremen Ideologien fasziniert gewesen sei; dies müsse jedoch noch gründlich überprüft werden.Tusk warnt vor politischer InstrumentalisierungMinisterpräsident Donald Tusk bekundete den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl und appellierte an Politiker aller Lager, die Tragödie nicht zum politischen Spielball zu machen. Er lobte zugleich den Einsatz der Polizei und verwies auf drei verletzte Beamte, von denen einer um sein Leben kämpfe. Der Angriff trifft Krakau an einem zentralen Ort und in einer Zeit hoher öffentlicher Aufmerksamkeit. Nach Darstellung der Behörden begann der 24-Jährige am Samstagnachmittag vom Fahrzeug aus auf Menschen zu schießen; die Polizei nahm ihn nach einem Schusswechsel fest und brachte ihn verletzt in ein Krankenhaus.Die nun entdeckten drei Leichen in Ostrowiec Swietokrzyski erweitern die Ermittlungen über das Tatgeschehen auf dem Krakauer Marktplatz hinaus. Die Ermittler müssen klären, in welchem Zusammenhang die beiden Frauen und der Mann mit dem Tatverdächtigen standen und wann sie starben. Auch die im Fahrzeug gefundenen Waffen können für die Rekonstruktion des Ablaufs und der Vorbereitung entscheidend sein.Motiv und SicherheitslageInnenminister Marcin Kierwinski nannte eine mögliche Faszination für rechtsextreme Ideologien, betonte aber, dass das Motiv noch gründlich geprüft werden müsse. Die Polizei geht nach Angaben der Behörden von einem Einzeltäter aus; eine akute Gefahr für die Bevölkerung besteht demnach nicht mehr.Für die Angehörigen stehen zunächst die Identifizierung der Opfer und die medizinische Versorgung der Verletzten im Vordergrund. Zugleich dürften die Ermittler den digitalen und persönlichen Hintergrund des Beschuldigten, seine Waffenbeschaffung sowie mögliche Kontakte untersuchen. Die Sperrungen im Bereich des Marktplatzes dienen der Spurensicherung und können den Zugang zur Krakauer Altstadt vorübergehend beeinträchtigen. Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenFrankfurter Rundschau: „Schüsse auf Marktplatz in Krakau: Mehrere Tote und Verletzte“ (07.11.2026)Der Bericht bestätigt den Schusswaffenangriff im Zentrum und die Festnahme des Tatverdächtigen. Im Mittelpunkt stehen dort zunächst das Einsatzgeschehen und die Reaktion der Polizei.Focus: „Tote und Verletzte nach Schießerei auf Marktplatz in Krakau“ (07.11.2026)Der Artikel greift zusätzlich den Fund von drei Leichen im Wohnhaus des Tatverdächtigen auf. Damit richtet sich der Schwerpunkt stärker auf die Ermittlungen zu möglichen weiteren Opfern und den Hintergrund des Beschuldigten.Übereinstimmend wird über den Angriff, die Festnahme und weitere Todesopfer im Umfeld des Tatverdächtigen berichtet. Offen bleiben die genaue Beziehung der drei Toten zum Beschuldigten, der Ablauf ihrer Tötung und das abschließende Motiv.