Eine hohe Trefferquote kann täuschen, ein großes Chance-Risiko-Verhältnis ebenso. Wer Webinare Börsenakademie sucht, kann im Rechenstück nachvollziehen, wie beide Größen zum Erwartungswert verbunden werden.
33 Prozent Trefferquote können rechnerisch ausreichen, wenn ein Gewinn im Durchschnitt dreimal so groß ist wie ein Verlust. Ein Webinar macht aus dieser abstrakten Zahl eine überprüfbare Rechnung und zeigt, welche Annahmen dahinterstehen. Für alle Lernenden geht es dabei nicht um eine Erfolgszusage, sondern um eine klare Methode zur Beurteilung von Trading-Ideen.Drei Zahlen, eine RechnungDas Chance-Risiko-Verhältnis, kurz CRV, vergleicht den geplanten Gewinn mit dem vorher festgelegten Verlust. Ein Verhältnis von 1:2 bedeutet: Für eine Risikoeinheit stehen zwei mögliche Gewinn-Einheiten im Plan. Die Trefferquote beantwortet dagegen nur, wie viele Trades innerhalb einer Serie mit einem Gewinn enden.Erst der Erwartungswert verbindet beide Perspektiven. Die Formel lautet: Erwartungswert = Trefferquote x durchschnittlicher Gewinn - Verlustquote x durchschnittlicher Verlust. Alle Werte sollten in derselben Einheit stehen, zum Beispiel in R, wobei 1R dem zuvor festgelegten Betrag entspricht, der bei einem Fehltrade höchstens riskiert werden soll.Das CRV setzt den RahmenAus dem CRV lässt sich eine rechnerische Gewinnschwelle ableiten. Bei einem Verhältnis von 1:1 liegt sie vor Kosten bei 50 Prozent, bei 1:2 bei rund 33 Prozent und bei 1:3 bei 25 Prozent. Diese Marken sind keine Prognosen und sagen nichts darüber aus, wie oft ein konkretes Setup tatsächlich aufgeht.Beispiel: Angenommen, pro Trade werden 1R riskiert und ein Gewinn erreicht im Durchschnitt 2R. Bei einer Trefferquote von 40 Prozent und einer Verlustquote von 60 Prozent ergibt sich: 0,40 x 2R - 0,60 x 1R = plus 0,20R. Bei 30 Prozent Trefferquote lautet die Rechnung 0,30 x 2R - 0,70 x 1R = minus 0,10R. Die runden Werte zeigen, warum eine Strategie trotz mehr Verlust- als Gewinntrades rechnerisch einen positiven Erwartungswert haben kann - oder trotz vieler Treffer negativ ausfällt.Trefferquote kann täuschenEine hohe Trefferquote wirkt psychologisch angenehm, doch kleine Gewinne können durch wenige große Verluste übertroffen werden. Umgekehrt führt ein weit entferntes Ziel nicht automatisch zu einem guten Plan: Wird es selten erreicht, sinkt der tatsächliche durchschnittliche Gewinn gegenüber dem ursprünglichen CRV. Gebühren, Spreads, Ausführungsabweichungen und vorzeitige Ausstiege gehören deshalb in die Auswertung.CFDs, Futures, Forex und Kryptowerte sind risikoreich, weshalb Risikobegrenzung und das Üben im Demokonto wichtige Bestandteile des Lernens bleiben. Ein häufiger Denkfehler besteht darin, den Stop-Loss nachträglich zu verschieben oder das Ziel künstlich weiter zu setzen, nur damit die Rechnung attraktiver aussieht. Ein Journal sollte daher pro Trade den geplanten Verlust, das geplante Ziel, den tatsächlichen Gewinn oder Verlust und den Grund für Abweichungen festhalten.Vom Rechenwert zum LernplanFür die eigene Praxis genügt eine einzelne Rechnung nicht. Zuerst werden Regeln für Einstieg, Absicherung und Ziel schriftlich festgelegt. Danach werden abgeschlossene Trades in einer Watchlist oder einem Journal erfasst und getrennt nach Gewinnern, Verlierern und eventuell ausgeglichenen Ergebnissen ausgewertet. Entscheidend sind der tatsächliche Durchschnittsgewinn und der tatsächliche Durchschnittsverlust, nicht nur die ursprüngliche Skizze im Chart.Die Positionsgröße verändert den Geldbetrag eines Ergebnisses, aber nicht die mathematische Qualität des Regelwerks. Ebenso kann eine kurze Serie zufällig deutlich besser oder schlechter aussehen als der zugrunde liegende Ansatz. Lernende sollten daher die Auswertung über eine ausreichend große, nach denselben Regeln gebildete Serie betrachten und Änderungen nur mit nachvollziehbarer Begründung vornehmen.Beste Trading-Webinare prüfenWoran lassen sich beste Trading-Webinare als Lernangebot erkennen? Ein sinnvolles Kriterium ist, ob nicht nur Trefferquoten genannt, sondern auch CRV, durchschnittliche Gewinne, Verluste und der Erwartungswert gemeinsam erklärt werden. Ebenso wichtig sind nachvollziehbare Beispiele, Hinweise auf Denkfehler und die Möglichkeit, eine eigene Rechnung im Chat zu hinterfragen.Rechnen und nachfragen im WebinarDie kostenfreien Webinare der trading-house Börsenakademie sind interaktive Live-Webinare mit wechselnden Themen. Dort können Lernende die Rechnung an Chartbeispielen, Handelsstrategien oder Risikoanalysen nachvollziehen, Fragen im Chat stellen und die Annahmen hinter einem Setup prüfen. Die Anmeldung erfolgt je Webinar über die Webinar-Übersicht; vergangene Veranstaltungen stehen als Aufzeichnungen zum Nacharbeiten bereit. Seit mehr als 20 Jahren sind die Webinare kostenfrei.Eine Zahl wird erst im Zusammenhang nützlichChance-Risiko-Verhältnis, Trefferquote und Erwartungswert bilden ein kleines Rechenmodell, das Trading-Ideen sachlicher einordnet. Es ist für Einsteiger ebenso nützlich wie für erfahrene Lernende, sofern die eigenen Ergebnisse ehrlich dokumentiert und nicht mit einer Garantie verwechselt werden. Ein Webinar kann die Mechanik sichtbar machen und Fragen klären, ersetzt aber weder eigene Prüfung noch diszipliniertes Risikomanagement und ausreichend Zeit für Nachbereitung.Webinar-Übersicht für CRV, Trefferquote und Trading-LernenHinweis: Die Webinare sind ein kostenfreies Angebot der trading-house Börsenakademie der trading-house.net AG. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.