Der deutsche Dienstleistungssektor hat im August gegenüber dem Vormonat real und nominal zugelegt. Besonders stark wuchs die Informations- und Kommunikationsbranche, während zwei Bereiche Umsatz verloren.
Deutsche Dienstleistungen legen im August zuDer Dienstleistungssektor in Deutschland hat im August 2026 kalender- und saisonbereinigt real 0,9 Prozent und nominal 0,8 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Juli 2026. Im Vergleich zum August 2025 stieg der Umsatz real um 0,9 Prozent und nominal um 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte.Information und Kommunikation führenDen größten realen Umsatzzuwachs gegenüber dem Vormonat verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 3,7 Prozent. Im Bereich Verkehr und Lagerei stieg der Umsatz real um 1,4 Prozent.Sonstige Dienstleistungen leicht im PlusBei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, zu denen unter anderem die Vermietung beweglicher Sachen und die Vermittlung von Arbeitskräften zählen, legte der reale Umsatz gegenüber Juli um 0,1 Prozent zu.Rückgänge bei Immobilien und FachleistungenIm Grundstücks- und Wohnungswesen sank der Umsatz im August gegenüber dem Vormonat real um 0,3 Prozent. Bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen ging er um 1,5 Prozent zurück.
Der Anstieg im deutschen Dienstleistungssektor fällt in eine Wirtschaftslage, in der Dienstleistungen für Beschäftigung und Wertschöpfung eine zentrale Rolle spielen. Die vorläufigen Destatis-Zahlen zeigen dabei kein einheitliches Bild: Während Information und Kommunikation sowie Verkehr und Lagerei im Monatsvergleich zulegten, gingen die Umsätze im Grundstücks- und Wohnungswesen sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen zurück.Der Unterschied zwischen realem und nominalem Umsatz ist für die Bewertung entscheidend. Real stieg der Umsatz binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent, nominal dagegen um 4,5 Prozent. Der Abstand weist auf Preis- und Kostenwirkungen hin, ohne dass sich daraus allein eine Aussage über die Ertragslage einzelner Unternehmen ableiten lässt.Branchen entwickeln sich unterschiedlichBesonders dynamisch zeigte sich im August die Informations- und Kommunikationsbranche mit einem realen Plus von 3,7 Prozent gegenüber Juli. Der Bereich Verkehr und Lagerei wuchs real um 1,4 Prozent und kann damit als weiterer Impulsgeber innerhalb des Sektors gelten.Für Unternehmen und private Haushalte bleibt die Entwicklung dennoch uneinheitlich. Rückgänge bei immobilienbezogenen sowie wissensintensiven Dienstleistungen können Investitionen, Projektgeschäft und Beschäftigungsnachfrage bremsen, während wachsende Kommunikations- und Logistikumsätze die laufende Nachfrage stützen. Die kommenden Monatswerte werden zeigen, ob der August-Anstieg breiter trägt oder vor allem von einzelnen Branchen geprägt war.