03.11.2026 - 14:05 Uhr

Forsa-Umfrage: Union fällt auf 20 Prozent, Merz auf Tiefstwert

Die Union fällt in der wöchentlichen Forsa-Erhebung wieder auf 20 Prozent, während die AfD mit 26 Prozent vorn bleibt. Für Bundeskanzler Friedrich Merz sinkt die Zufriedenheit auf 11 Prozent.

Forsa-Umfrage sieht Union wieder bei 20 ProzentCDU und CSU verlieren in der aktuellen Forsa-Erhebung einen Prozentpunkt und fallen wieder auf 20 Prozent. Die AfD büßt ebenfalls einen Punkt ein, bleibt mit 26 Prozent aber stärkste Kraft und liegt sechs Punkte vor der Union.SPD und Grüne legen zuSPD und Grüne gewinnen jeweils einen Prozentpunkt und kommen auf 14 beziehungsweise 17 Prozent. Die Linke bleibt bei 11 Prozent, die FDP bei 4 Prozent; die sonstigen Parteien einschließlich des BSW erreichen erneut 8 Prozent.Hoher Anteil UnentschlossenerDer Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen bleibt bei 25 Prozent. Damit liegt er weiterhin über dem Nichtwähleranteil bei der Bundestagswahl 2025 von 17,9 Prozent.Union rutscht bei Kompetenz unter zehn ProzentBei der politischen Kompetenz verliert die AfD einen Punkt, bleibt mit 13 Prozent aber vorn. Die Union kommt nach einem Verlust von einem Punkt nur noch auf 9 Prozent, während die Grünen auf 7 Prozent und die SPD auf 6 Prozent steigen.Merz erreicht bisherigen TiefstandDie Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz fällt nach dem leichten Anstieg der Vorwoche wieder auf den bisherigen Tiefstand. Nur 11 Prozent bewerten seine Arbeit positiv, während der Anteil der Unzufriedenen auf 87 Prozent steigt.Auch unter den Anhängern der Regierungsparteien überwiegt die Unzufriedenheit deutlich. Bei den Unionsanhängern sind 60 Prozent mit Merz’ Arbeit nicht zufrieden, bei den SPD-Anhängern liegt der Anteil bei 88 Prozent. Die Forsa-Zahlen zeichnen ein für die Bundesregierung politisch schwieriges Bild: Die Union verliert den kleinen Zugewinn der Vorwochen wieder und liegt mit 20 Prozent deutlich hinter der AfD. Zugleich bleibt der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen mit 25 Prozent hoch. Das zeigt, dass ein erheblicher Teil der Wahlberechtigten derzeit nicht dauerhaft an eine Partei gebunden ist.Besonders relevant ist der Abstand bei der politischen Kompetenz. Dass 58 Prozent keiner Partei zutrauen, die Probleme im Land zu lösen, verweist auf eine breite Unzufriedenheit, die über die Bewertung einzelner Parteien hinausgeht. Die AfD führt auch in dieser Kategorie, obwohl sie dort leicht nachgibt.Unzufriedenheit erreicht RegierungsanhängerFür Friedrich Merz ist vor allem die persönliche Bewertung problematisch. Nur 11 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, während 87 Prozent unzufrieden sind. Dass selbst unter Anhängern der Regierungsparteien die Ablehnung überwiegt, erschwert es der Koalition, politische Vorhaben geschlossen zu vermitteln und Unterstützung für ihre Arbeit zu mobilisieren.Die Umfragewerte sind keine Sitzverteilung und bilden nur die momentane Stimmung ab. Politisch erhöhen sie jedoch den Druck auf Union und Regierung, erkennbare Ergebnisse zu liefern und die eigene Anhängerschaft stärker zu binden.