Sachsen-Anhalts geschäftsführender Ministerpräsident Sven Schulze unterstützt Ilse Aigner als mögliche Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier. Damit werben alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten für die CSU-Politikerin.
Ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten werben für AignerDer geschäftsführende Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Sven Schulze, hält Ilse Aigner für geeignet als nächste Bundespräsidentin. „Ilse Aigner wäre eine sehr gute Kandidatin für das Bundespräsidialamt“, sagte Schulze dem „Focus“.Unterstützung aus drei LändernDamit befürworten alle drei Ministerpräsidenten der CDU im Osten die bayerische Landtagspräsidentin für das Bundespräsidialamt. Auch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sprach sich am Mittwoch für Aigner aus.Kretschmer bekräftigt PositionSachsens Regierungschef Michael Kretschmer bekräftigte ebenfalls seine Unterstützung für die CSU-Politikerin. Eine formelle Nominierung für die Bundespräsidentenwahl ist damit noch nicht verbunden.
Die Unterstützung für Ilse Aigner gewinnt innerhalb der Union sichtbar an Breite. Mit Sven Schulze, Mario Voigt und Michael Kretschmer sprechen sich nun alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten für die bayerische Landtagspräsidentin aus. Das verleiht der Personalie zusätzliches politisches Gewicht, ersetzt aber noch keine formelle Nominierung.Das Amt des Bundespräsidenten wird von der Bundesversammlung gewählt. Für eine erfolgreiche Kandidatur sind deshalb nicht nur Mehrheiten innerhalb der Union, sondern auch Stimmen aus anderen Parteien und eine Verständigung über die politischen Lager hinweg entscheidend. Aigner könnte dabei als erfahrene Landespolitikerin und Frau aus der CSU unterschiedliche Interessen innerhalb der Union ansprechen.Union sucht gemeinsame LinieDie öffentliche Unterstützung mehrerer Unionspolitiker erhöht den Druck, die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier frühzeitig zu klären. Zugleich bleibt offen, wie CDU und CSU das Verfahren organisieren und ob weitere Bewerber ins Gespräch kommen. Für die politische Debatte bedeutet die Unterstützung aus Ostdeutschland, dass Aigner nicht nur als bayerische Personalie wahrgenommen wird, sondern auch Rückhalt in anderen Regionen der Union erhält.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragenstern: „Bundespräsidentenwahl: Erste CDU-Ministerpräsidenten für Aigner“ (04.11.2026)Der Beitrag ordnet die Unterstützung von Mario Voigt und Michael Kretschmer als Bewegung der CDU zugunsten Aigners ein. Im Vergleich zur dts-Meldung liegt der Schwerpunkt auf dem Beginn einer breiteren unionsinternen Positionierung.SWR: „Friedrich Merz unter Druck: Auch CDU-Fraktion in BW spricht sich für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus“ (04.11.2026)Der SWR berichtet über die Unterstützung der CDU-Fraktion in Baden-Württemberg und beschreibt damit zusätzlichen Rückhalt für Aigner innerhalb der Union. Anders als die dts-Meldung richtet der Beitrag den Blick stärker auf den politischen Druck auf Friedrich Merz.Gemeinsam ist den Beiträgen die wachsende Unterstützung für Aigner. Unterschiede bestehen vor allem beim politischen Schwerpunkt: Während die dts-Meldung die drei ostdeutschen Ministerpräsidenten hervorhebt, betrachten die anderen Beiträge die unionsinterne Dynamik insgesamt.